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Auf die herkunft kommt es an!

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Der Wald bindet Tausende Tonnen an Kohlenstoff, ist Erholungsraum für den Menschen und wichtig für die lokale Wirtschaft. Eine nachhaltige Forstwirtschaft ist bestrebt, den Wald mit seinen Funktionen für künftige Generationen zu erhalten. Produkte mit dem PEFC-Logo sind diesem Credo verpflichtet. Regelmäßige Kontrollen sollen die Einhaltung der Standards gewährleisten.

Text: Elke Jauk-Offner, Fotos: Peter Stachel, Rita Newman, beigestellt

 

Es ist das Duft-Potpourri aus feuchter Erde und vielfältigem Blattwerk. Die köstlich frische und kristallklare Luft, die in die Lungen strömt. Das Lichtschauspiel der Sonnenstrahlen, die sich den Weg durch die Wipfeldecke bahnen. Summa summarum: Der Wald tut uns gut. Das ist nur die unmittelbare Wirkung auf jeden einzelnen, die Mission ist weitaus größer: „Der Wald mit seinen Wirkungen auf den Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen ist eine wesentliche Grundlage für die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung Österreichs. Seine nachhaltige Bewirtschaftung, Pflege und sein Schutz sind Grundlage zur Sicherung seiner multifunktionellen Wirkungen hinsichtlich Nutzung, Schutz, Wohlfahrt und Erholung“, schreibt das österreichische Forstgesetz vor.


Waldökosystem schützen

Der Begriff Nachhaltigkeit wird heutzutage geradezu inflationär verwendet. „Er stammt eigentlich aus der Forstwirtschaft und ist bereits 300 Jahre alt. Hans Carl von Carlowitz hat das Prinzip formuliert, respektvoll mit der Natur und ihren Ressourcen umzugehen, um einer Holznot entgegenzuwirken“, sagt Stefan Zwettler, Leiter der Forstabteilung in der Landwirtschaftskammer Steiermark. Nur so viel Holz zu nutzen wie tatsächlich nachwächst – das ist das große Credo. Erkennen und unterstützen kann eine nachhaltige Forstwirtschaft jeder Konsument beim Kauf von Produkten, die einer entsprechenden Zertifizierung unterliegen – ob Papier oder Möbel, Parkettboden, Spielzeug oder Kleidung. Dass man vor lauter Bäumen oft den Wald nicht mehr sieht, hat mit dem regelrechten Dschungel an Gütesiegeln zu tun. Umso bedeutsamer ist es, zu wissen, was hinter einem Logo steht.
PEFC fördert und sichert als unabhängige, internationale Non-Profit-Organisation weltweit nachhaltige Waldbewirtschaftung. Sie zählt 43 Mitgliedsstaaten, Österreich ist eines der Gründungsmitglieder. Das Zertifikat geht auf die Umweltkonferenz von Rio zurück und basiert inhaltlich auf den Beschlüssen, die auf den Ministerkonferenzen zum Schutz der Wälder in Helsinki 1993 und Lissabon 1998 verabschiedet wurden. PEFC ist das Zertifizierungssystem mit der größten Fläche weltweit und auch in Österreich führend. Hierzulande sind 2,9 Millionen Hektar PEFC-zertifiziert. Das entspricht einem Flächenanteil von rund 71 Prozent. In der Steiermark sind es fast zwei Drittel der Waldfläche. Was PEFC von anderen Zertifikaten wie FSC unterscheidet, ist beispielsweise die Besitzstruktur. „Bei uns haben wir es mit einer Familienforstwirtschaft zu tun“, betont Zwettler, „hier haben nicht Großkonzerne und riesige Industriebetriebe wie im Urwald von Brasilien das Sagen“. Mehr als die Hälfte des heimischen Waldes gehört Familienbetrieben und Kleinwaldbesitzern, „damit trägt jeder von ihnen Verantwortung“, so Zwettler.

Die Steiermark steht für Familien­forstwirtschaft. Das PEFC-Siegel findet sich auf einem Holzprodukt, wenn der Rohstoff aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt.
Stefan Zwettler, Leiter der Forstabteilung LK Steiermark


Lokale Wirtschafts­kreisläufe

Jeder Waldbesitzer kann an der Zertifizierung teilnehmen und wird über den Eintrag in der PEFC-Online-Datenbank dabei unterstützt, sein Holz zu vermarkten. 44.000 Teilnehmer haben es österreichweit bereits getan. Das PEFC-Zertifizierungssystem schließt die gesamte Wertschöpfungskette mit ein. Auch 500 holzverarbeitende Betriebe sind bislang zertifiziert – vor allem in der Sägeindustrie. Potenzial gibt es noch im Bereich Papier und bei Holzhändlern. Keinen Zweifel lässt Zwettler am Stellenwert für unser Bundesland: „In der Steiermark ist die Holz- und Forstwirtschaft neben dem Tourismus der bedeutendste Wirtschaftszweig.“ Davon zeugen laut Zwettler 55.000 Arbeitsplätze, ein Sechstel der gesamten steirischen Wirtschaftsleistung und ein Produktionswert von fünf Milliarden Euro.

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