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Wo die Zukunft auf Holz baut

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Marktführer bei Brettschichtholz, treibende Kraft hinter Brettsperrholz und wichtiger Motor der steirischen Holzindustrie: Die Mayr-Melnhof Holz Holding mit Sitz in Leoben ist innnovativer Wertschöpfer einer Zukunftsbranche.

Text: Wolfgang Schober, Fotos: KLAUS MORGENSTERN, Oliver Wolf, beigestellt

 

Ein Sägewerk ist ein Sägewerk. Aber manchmal ist es auch mehr als das. Dass der Betrieb der Mayr-Melnhof Holz Holding am Ortsseingang von Leoben mit einer Old-School-Säge wenig gemein hat, beweist schon der architektonisch markante Firmensitz in modernster Holzbauweise. Eine Unternehmenszentrale als visionäres Statement. Beeindruckend sind auch die Dimensionen des Sägebetriebs. Riesige Rundholzlager verteilen sich quer übers Areal. 200 Lkw-
Ladungen pro Tag erreichen das Gelände, 1 Million Tonnen Holz werden jährlich verarbeitet. Am Ende des Prozesses steht getrocknetes Schnittholz für die Weiterverarbeitung. Die Trocknung erfolgt mittels selbst erzeugter Energie. „Wir sind ein voll integrierter Betrieb“, erklärt Richard Stralz, Vorstandsvorsitzender der Mayr-Melnhof Holz Holding AG, nicht ohne Stolz. Eine betriebseigene KWK-Anlage am Standort produziert Strom und Wärme. Die anfallende Rinde wird als Biomasse für die Energieerzeugung genutzt und heizt zudem die benachbarte Brauerei in Göss. Sägespäne werden zu Pellets veredelt und Hackgut an die Papier- und Zellstoffindustrie geliefert. Ein Öko-Kreislauf mit Vorzeigecharakter.
Eine hohe Integration weist auch die gesamte Wertschöpfungskette innerhalb des Konzerns auf. Von der Ur­produktion bis zum Endkonsumenten reicht das Spektrum der Holzbe- und Verarbeitung bei Mayr-Melnhof. Zur F. Mayr-Melnhof-Saurau Industrie Holding GmbH zählt schließlich einer der größten Forstbetriebe Österreichs, der den nachwachsenden Rohstoff an die Sägeindustrie liefert. Über drei Sägewerksstandorte verfügt die Holz Holding. Neben jenem am Leobener Firmensitz sind diese in Paskov in Tschechien sowie im russischen Efimovskij angesiedelt. Weiterverarbeitende Betriebe für das Schnittholz finden sich im obersteirischen Gaishorn (Ö), in Reuthe in Vorarlberg sowie in Richen in Baden-Württemberg. Die Produktpalette am Ende des Produktionsprozesses: Brettschichtholz und Brettsperrholz sowie Sonderbauteile und Betonschalungstechnik. Auch Briketts und Pellets zählen zum Sortiment. Und 1.640 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, der Jahresumsatz belief sich zuletzt auf 560 Mio. Euro.

„Der Vorfertigungs­grad wird sich künftig noch weiter erhöhen.“ Richard Stralz, CEO Mayr-Melnhof, Holz Holding AG


Eine besonders hohe Wertschöpfungstiefe erreicht das Werk in Gaishorn. Hier werden unter anderem innovative Brettsperrholz-Elemente erzeugt und unter dem Label „MM crosslam“ vertrieben. Das Einsatzgebiet der kreuzweise verleimten Lamellen ist riesig und reicht vom individuell gestalteten Einfamilienhaus bis hin zu großvolumigen und mehrgeschossigen Bauprojekten. „Die großformatigen Massivholzplatten weisen besondere statische Eigenschaften auf. Auch eine hohe Erdbebensicherheit wurde für das Material nachgewiesen. Daher rechnen wir künftig auch mit besten Marktchancen für betroffene Länder wie Italien“, so Stralz. „Die rasche, unkomplizierte Montage der Elemente erlaubt eine kurze Bauzeit – vor allem im urbanen Raum ein Riesenvorteil.“ Und auch die gestalterischen Möglichkeiten sind enorm. „Damit kommen Anhänger moderner Architektur voll auf ihre Rechnung.“ Hauptmärkte für Mayr-Melnhof Holz in diesem Bereich sind Österreich, Deutschland, Italien und die Schweiz. Zahlreiche Referenzprojekte im In- und Ausland konnten in den vergangenen Jahren realisiert werden.
Auch die Kombination von Brettsperrholz mit anderen Baustoffen gewinnt an Bedeutung. „Hybrid-Bauweise wie Holz-Beton-Verbund ist schon heute ein wichtiges Thema“, betont Stralz. Um die Leistungsfähigkeit von Brettsperrholz weiter zu erhöhen, setzt das Unternehmen auf Forschung und Innovation. „Der Vorfertigungsgrad wird sich künftig noch weiter erhöhen, die Effizienz gesteigert, der Ausschuss minimiert und der Einsatz damit kostengünstiger“, verrät Stralz. Auch der Automatisierungsgrad in der Produktion und Projekt­abwicklung steigt. Anhand fertiger Werkpläne werden die Elemente schon heute mittels modernster CNC-Maschinen maßgschneidert gefertigt und schließlich auf die Baustelle geliefert, wo sie von ausführenden Baufirmen montiert werden. „Ein Einfamilienhaus kann auf diese Weise innerhalb von drei Tagen inklusive Dachstuhl aufgestellt werden“, erklärt Stralz. Auch Hotels, Studentenheime und Flüchtlingsunterbringungen eignen sich ideal für dieses Bausystem. „So können komplett eingerichtete Hotelzimmer vorgefertigt und mittels Tieflader zu ihrem Einsatzort geliefert werden.“ Holzbau 4.0 – längst keine Zukunftsmusik mehr.
Holzindustrie 4.0 hielt auch im Sägewerk in Leoben längst Einzug. Hightech-Scanner errechnen in Bruchteilen von Sekunden für jeden Holzstamm das optimale Schnittbild, um möglichst werthaltige Bretter aus dem Rundholz zu gewinnen. „Jeder Stamm wird in der Säge so eingedreht, dass eine größtmögliche Ausbeute erzielt werden kann“, so Stralz. „Auch in diesem Bereich sind künftig noch weitere Optimierungen möglich.“

 

Mayr-Melnhof Holz Holding

Die Tätigkeitsbereiche umfassen das Segment Schnittholz mit den Standorten Leoben (Ö), Paskov (CZ) und Efimovskij (RUS) sowie das Segment Holzweiterverarbeitung mit den Standorten Gaishorn (Ö), Reuthe (Ö) und Eppingen-Richen (D).
Mayr-Melnhof Holz erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von rund 560 Mio. Euro mit 1.640 Mitarbeitern in den Ländern Österreich, Tschechien, Deutschland und Russland.
www.mm-holz.com

 

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