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Leben besser planen

Andreas Herz ist Vizepräsident der Wirtschafts­kammer und als Lebensberater viel gebuchter Redner. Sein Thema: Das Drehbuch für das Leben in die eigene Hand nehmen. Und dabei gelassen zu bleiben.

Text: Daniela Müller, Foto: Sissi Furgler Fotografie

Andreas Herz setzt sich schon mal mit Badehose für längere Zeit in den Schnee. Warum? „Weil man lernen muss, Dinge auszuhalten, die einen anzipfen“, sagt er. Herz hat für seine Arbeit als Lebensberater und für seine Vorträge das Thema Resilienz aufgenommen. Das Experiment im Schnee ist beispielgebend dafür: Resilienz ist die Fähigkeit, unangenehme Situationen und Krisen zu bewältigen und sich daraus für die Zukunft zu lernen und sich zu stärken. Das Leben war Herz dabei ein mächtiger Lehrmeister, kämpfte er doch fünf Jahre gegen eine schwere Krebserkrankung. Doch auch Krankheiten gehören zum Leben, sagt Herz, der im japanischen ZEN-Buddhismus schon vor seinem Schicksalsschlag Methoden zur Gelassenheit und Achtsamkeit gelernt hat. Das ist überhaupt das große Schlagwort, Achtsamkeit – im Hier und Jetzt zu schauen, wie man mit den Herausforderungen des Lebens umgehen kann und möchte. Als Voraussetzung sieht Herz die Fähigkeit, sich selbst spüren zu können, beim Duschen in der Früh oder wenn im Schnee die Kälte schmerzhaft durch alle Glieder fährt.

Fad sein üben

 Auszeiten im Trubel des Alltags zu finden ist so eine Sache. Das sprichwörtliche Narrenkastlschauen gibt es so nicht mehr, das „Kastl“ in der Hand füllt potenzielle Langeweile-Phasen mit Tun. Andreas Herz erzählt von immer wieder erlebten Situationen in Workshops, in denen er Menschen in der Ecke stehen lässt. Den oft gehörten Kommentar „das ist fad“ quittiert er mit einem „Genau darum geht es“. Für Herz ist das Smartphone ein Spiegel für ein permanentes In-Bewegung-sein-Müssen – wobei der Geist letztlich Probleme habe, mit einem Zuviel an Reizen umzugehen. Dazu sagt er: „Beim Geist ist es wie bei der Smartphone-App: Wenn zu viele offen sind, muss man sie zumachen. Den Geist muss man trainieren, dass er nicht herumspringt, sondern sich auf eine Sache konzentriert.“

Tipps vom Experten

Richtlinien für ein besseres Leben hat Herz nicht. Man müsse lernen, sich selbst zu führen, die Herausforderungen des Alltags anzunehmen und das Leben selbstverantwortlich – eben resilient – zu leben. Neben dem Schließen der Apps rät er, Jammerern aus dem Weg zu gehen. Jammern ist für ihn Unsinn: Entweder man ändert eine Situation oder man erkennt an, dass sie nicht änderbar ist. Herz empfiehlt, zu lachen, auch wenn es die Situation nicht gerade aufdrängt. Er verweist auf die bereits verstorbene Motivationstrainerin Vera Birkenbihl und ihr Erfolgsrezept: Eine Minute lachen, auch wenn einem nicht danach zumute ist. Der Körper produziert dennoch Freudenhormone. (Sehr empfehlenswert ist das Youtube-Video, in dem Birkenbihl diesen Vorgang erklärt.)

Pilgerreise

Unter Resilienz versteht man im asiatischen Raum die Fähigkeit, Altes loszulassen und Neues zuzulassen. Für Andreas Herz stellt sich derzeit eine ähnliche Frage: Er wird im Mai den Jakobsweg gehen. Aktuell grübelt er, wie viel Gepäck er braucht. Auch hier zeigt sich: Nicht alles, was lebenswichtig erscheint, ist es in Wirklichkeit auch. 

Schwerpunkt Thema

Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im November: "History".

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