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Talentcenter gegen falsche Ausbildung



Mit dem neuen Talentcenter in Graz will die WKO Steiemark junge Menschen bei der Planung ihrer Berufskarriere unterstützen. Im ersten Semester seiner Tätigkeit haben rund 1.800 Schüler das Angebot genutzt. Mit dem Angebot sollen Talente frühzeitig erkannt und Fehl-Ausbildungen verhindert werden.

Text: Andreas Kolb, Fotos: Foto Fischer, Stuhlhofer-Wolf, beigestellt

Die Ressource Mensch wird weniger, darum können wir es uns nicht leisten, junge Menschen fehl-auszubilden.“ Diese nüchterne Bilanz zieht der Präsident der WKO Steiermark, Josef Herk, angesichts des demografischen Wandels. Dieser ist voll im Gang: Die Zahl der 15-Jährigen in der Steiermark hat in den vergangenen 20 Jahren um 25 Prozent abgenommen. „Viele Talente werden nicht entsprechend erkannt beziehungsweise gefördert und bleiben damit oft ohne abgeschlossene Ausbildung auf der Strecke“, ist Herk überzeugt. „Das ist eine Verschwendung, die sich unser Standort nicht länger leisten kann.“
Aus diesem Grund hat sich die WKO zu einer Millioneninvestition für den Standort Steiermark entschlossen: dem Talentcenter. Dieses soll Jugendlichen die optimale Ausbildungs- und Berufswahl erleichtern. In die Infrastruktur wurden mehr als drei Millionen Euro investiert. Auf 1.250 Quadratmetern befinden sich 36 Teststationen, ein getrennter EDV-Testraum, Präsentationsbereiche und sogar eine Kletterwand zur Überprüfung der motorischen Fähigkeiten.
Seit knapp einem Semester arbeitet das Talentcenter bereits, rund 1.800 Jugendliche haben das Angebot bisher genutzt. Bis zum Ende des Schuljahres sollen rund 4.000 Jugendliche aus mehr als 80 steirischen Schulen Hilfe bei der Ausbildungswahl erhalten.

Neutrale Beratung

„Wir arbeiten beratungsneutral“, versichert Herk. Es gehe nicht darum, möglichst viele Lehrlinge für die Wirtschaft zu rekrutieren, sondern um die Entdeckung und Förderung der Talente junger Menschen. „Wir sehen uns als Karrierebegleiter, eine frühzeitige Erkennung der einzelnen Talente ist unsere oberste Priorität“, so Herk.
Angemeldet werden können ganze Klassen, wobei weder für die Schulen – sie werden seitens des Talentcenterteams aktiv kontaktiert – noch für die Jugendlichen Kosten entstehen. Die 13- bis 15-Jährigen verbringen rund fünf Stunden im Talentcenter. 180 Minuten beträgt die reine Testzeit, Pausen, Begrüßung und Verabschiedung mit Zertifikatsverleihung dauern noch einmal zwei Stunden. Die Klassen durchlaufen dabei eine umfangreiche Testbatterie, getestet werden kognitive Fähigkeiten, Motorik, Aufnahmefähigkeit sowie allgemeine und berufsrelevante Kenntnisse.
Die Ergebnisse aus diesem Test können dann in Form eines Talentreports über die Webseite des Talentcenters abgerufen werden. Zugangsberechtigt ist dabei nur der Kandidat selbst. Im Talentreport finden die Schülerinnen und Schüler alle Ergebnisse der einzelnen Bereiche nochmals erklärt und das individuelle Ergebnis.
Schüler, die bereits konkrete Interessen haben, bekommen Berufsvorschläge unter Berücksichtigung ihrer Wünsche. Jene, bei denen die Interessen noch nicht ausdifferenziert sind, bekommen die Berufsvorschläge unabhängig von ihren möglichen Vorlieben. Mit diesen Berufsvorschlägen bekommen die Jugendlichen zudem Informationen, dass als weitere Schritte Recherche, Informationseinholung und praktisches Ausprobieren für die Berufsorientierung nötig sind.Universität als Partner

Wissenschaftlicher Partner des Talentcenters ist die Karl-Franzens-Universität Graz, mit der die WKO Steiermark zwei Kooperationsabkommen vereinbart hat. Nummer eins beinhaltet die Entwicklung, Begleitung und Auswertung der Tests, Nummer zwei den „Reportgenerator“. Dieser wurde für das Talentcenter entwickelt und dient der richtigen, vor allem aber auch der leicht verständlichen Darstellung der Testergebnisse. „Die Kooperation mit der KFU bürgt dabei für die wissenschaftliche Qualität mit höchstem Standard und garantiert die objektive Auswertung der Tests“, zeigt sich der WKO-Steiermark-Präsident stolz.

Josef Herk, Präsident Wirtschafts­kammer Steiermark

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