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Doppelter Gewinn

Gold, Silber, Kupfer, Palladium und Zinn – diese wertvollen Metalle gewinnt der Leiterplattenhersteller „AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG“ (AT&S)“ mit Sitz in Leoben-Hinterberg aus seinen eigenen Prozessen zurück.

Text: Wolfgang Wildner, Fotos: AT&S/Andreas Jakwerth

AT&S“, betont CEO Andreas Gerstenmayer, „gehört in der Leiterplattenbranche zu den Vorreitern bei Umweltprogrammen.“ Das Engagement sei in doppelter Hinsicht ein Gewinn: „AT&S leistet einen Beitrag zur Ressourcenschonung und erzielt damit auch einen positiven monetären Effekt.“

So ist am Standort Fehring seit vielen Jahren eine Kupferrückgewinnungsanlage in Betrieb. 2016 konnten 60.000 kg Kupfer aus dem Ätzprozess zurückgewonnen werden. „Kupfer“, erklärt Unternehmenssprecherin Marina Konrad, „ist das am häufigsten verwendete Metall in der Leiterplattenproduktion.“ In den verschiedenen Produktionsprozessen an den AT&S-Standorten in der Steiermark, in Indien, China sowie Korea werde das Kupfer den jeweiligen Voraussetzungen und Erfordernissen entsprechend auf unterschiedlichste Arten intern zurückgewonnen und wiederverwertet oder an externe Recyclingunternehmen weitergegeben, die es dann verwerten.

Wertvolle Rohstoffe: auf der Suche nach Einsparungs- und Recyclingpotenzialen.

Plattenelektolyse

Neben Kupfer, Palladium, Zinn und Silber wird auch Gold aus den Produktionsprozessen zurückgewonnen. Als Oberflächenschutz für die Kupferflächen wird im AT&S-Werk in Leoben chemisch eine Nickel-Gold-Schicht aufgebracht. Für die Goldschicht wird eine Kaliumgoldcyanidlösung verwendet. Diese Lösung muss in bestimmten Abständen getauscht werden. Früher wurde das gebrauchte Goldbad (ca. 8.000 Liter pro Jahr) zum Recycling nach Wien gebracht. Seit zwei Jahren erfolgt die Rückgewinnung nun wesentlich effizienter und sicherer mittels Platten­elektrolyse im Werk selbst.

Aktuell ist AT&S an einem EU-geförderten Projekt mit dem eingängigen Titel „ReWaCEM (Ressource recovery from industrial waste water by cutting edge membrane technologies)“ beteiligt. Es soll den Verbrauch von wertvollen Ressourcen wie Gold und Palladium durch ein neues Spülverfahren unter Einsatz bislang ungenutzter Abwärme und mittels Membrandestillation massiv verringern. Derzeit laufen Laborversuche, Ziel sei die Entwicklung einer Pilotanlage.

AT&S versteht sich als Vorreiter bei Recycling und nachhaltigem Umgang mit Ressourcen: CEO Andreas Gerstenmayer.

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