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Grüner Baustoff

Green Tech bringt man womöglich nicht in erster Linie mit Holz in Verbindung. Dennoch hat der Baustoff das Potenzial, einmal bauliche Veränderungen in Städten zu dominieren, Stichwort: Verdichtung.

Text: Daniela Müller, Fotos: Helmut Lunghammer, Neil Taberner

 

Doris Stiksl, GF von proHolz

 

Mit Green Tech verbindet man vermutlich weniger Holz, dafür Technologie und Innovationen aus der Forschung.
Ein Gespräch mit der Geschäftsführerin von proHolz Steiermark, Doris Stiksl.


Holz und Green Tech: Wie passt das zusammen?

Doris Stiksl: Green Tech hat Nachhaltigkeit als wichtige Kernkompetenz und Holz ist der nachhaltigste Bau- und Lebensstoff. Holz – als Baustoff verwendet – schützt nicht nur das Klima, sondern sorgt auch für Arbeitsplätze in den Regionen. Das gesunde Wohnklima wirkt sich positiv auf den Organismus und auf die Leistungsfähigkeit aus. Waren vor Jahren kühle Betonbauten mit schwer recycelbaren Dämmschichten und Verbundmaterialien gefragt, so ist bei verantwortungsvollen Bauherren eine klare Trendumkehr zu verzeichnen. Gefragt sind Räume, die das Wohlbefinden erhöhen. Bauten aus Holz und Einrichtungen mit Holz sind Investitionen, die sich auch für Bauherren schnell rechnen.


Wie sieht es mit diesem Baustoff im mehrgeschoßigen Wohnbau aus?

Im Vorjahr wurde in Graz das erste sechsgeschoßige Holzgebäude im sozialen Wohnbau an die Mieter übergeben – bei dem eine Etage in nur einer Woche errichtet werden kann. Die Baustelle wird dabei zur Montagefläche, die Vorarbeiten erfolgen in den Produktionshallen. Auch die Bauträger müssen sich nach Wirtschaftlichkeit richten, haben zugleich die soziale Verantwortung, nachhaltig zu agieren. Gerade in Städten sehe ich viel Potenzial für Holz als Baustoff.


Welche Herausforderungen sehen Sie bautechnisch im städtischen Bereich und wie lässt sich das durch den Baustoff Holz lösen?

Städte müssen sich entwickeln und mitatmen mit den Anforderungen der Benutzer. Wenn wir keine nachhaltigen Materialien verwenden und nur billig bauen, verursachen wir viel graue Energie und die die Gebäude werden keine Möglichkeit der Nachnutzung erhalten. Im Holzbau lassen sich Wände entfernen, einziehen, kurz: verändern, und am Ende der Nutzung kann der Baustoff thermisch verwertet werden. Mit der digitalen Entwicklung können Holzbauprojekte zudem mit hoher Kosten- und Planungssicherheit gebaut werden.


Wo konkret kann Holz dabei eingesetzt werden?

Aufstocken, Sanieren und Verdichten: Alle drei Bereiche sind mit Holz gut zu bedienen. Holz ist ein leichter Baustoff mit hoher Tragfähigkeit. Daher können bestehende Gebäude mit fertigen Modulen aufgestockt werden, ohne die Substanz zu gefährden. Durch die hohe Vorfertigung kann ein ganzes Stockwerk in wenigen Tagen errichtet werden. Die kurze Bauzeit ist ein großer Vorteil – sie verringert die Belastung für die Anrainer und ermöglicht schnell bezugsfähige Räume. Im Bereich der Sanierung können vorgesetzte Schalen neue Nutzungen durch integrierte Balkone und Logien bieten. Holz wird in der Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. – das zweite Holzzeitalter beginnt gerade.

 

proholz steiermark

Gemeinsam stärker. Der Verband der steirischen Holz- und Forstwirtschaft verfolgt unter anderem die Aufgabe, den bewussten Einsatz von Holz zu fördern. Mitglieder sind Forstbetriebe, Transporteure, die Holzindusstrie, der Holzhandel bis zum Holzbau und der Verarbeitung sowie die Papierindustrie.

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Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im November: "History".

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