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Lichtstreif am Horizont

„Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.“ Mit diesem Aphorismus kann die Untergangsstimmung in Bezug auf Digitalisierung und Arbeitswelt beschrieben werden. Experten sind sich einig: Durch die Automatisierung wegfallende Jobs werden durch neue ersetzt. Aber die Invesitionen in die Bildung sind nicht mehr sicher.

Text: Daniela Müller, Foto: Shutterstock

 

Welt ohne Arbeit“ oder „Roboter ersetzen Menschen“: Die Digitalisierung gibt derzeit genügend Grund für Spekulationen, vor allem, was den Arbeitsmarkt betrifft. Die US-amerikanischen Forscher Frey und Osborne haben berechnet, dass 47 Prozent aller Jobs in 20 Jahren durch automatisierbare Vorgänge ersetzt werden. Dieses Ergebnis schlug hohe Wellen. Doch – wie es so oft der Fall ist – müssen Zahlen und Studien richtig interpretiert werden. In diesem Fall bedeutete das Studienergebnis: 40 Prozent aller Jobs weisen Tätigkeitsprofile auf, die automatisierbar sind. Was noch lange nicht heißt, dass der Job wegfällt. Im Auftrag der OECD wurde die Studie der US-Forscher für Österreich repliziert, hierzulande kommt man auf einen Anteil von zwölf Prozent an Jobs, die völlig wegfallen könnten. Ein besonders hohes Automatisierungsrisiko, so die Studie, hätten Hilfsarbeitskräfte, Maschinenbediener, Personen in Dienstleistungsberufen oder Bürokräfte. Am wenigsten betroffen werden Akademiker und Führungskräfte sein.


Neue Jobs entstehen

Dafür entstehen an anderer Stelle neue Jobs. Christian Helmenstein, Chefökonom der IV, nennt ein Beispiel: Nur zehn Prozent aller TU-Absolventenkapazitäten werden in Zukunft dazu notwendig sein, um die Lehre für die Digitalisierung aufrechtzuerhalten. Im Bereich 3D-Druck wird es neue Jobs brauchen, um die Urheberrechte zu schützen. Helmenstein: „Ich denke, dass wir in zehn Jahren in Nettobetrachtung mehr Jobs gewonnen haben als verloren.“
Vor allem die Art des Lernens werde sich ändern, sagt Manfred Brandner von der BIT Group. Die Schlagworte sind: E-Learning auch für Kleinbetriebe, selbstständiges Lernen, Lernen on Demand, mit iPad, über Tutorials. Die 3D-Brille verknüpft sich mit der Datenbank und Jobs werden stärker vernetzt sein. Seine Prognose für den (Industrie-)Arbeiter 4.0: Man muss nicht länger wissen, wie eine Maschine funktioniert, sondern, wo man zur Problembehebung nachsehen muss. Beide Experten sind sich einig, dass der technologische Fortschritt in Bezug auf Jobvernichtung schwärzer gesehen wird, als er in Wahrheit ist.
Was die Digitalisierung betrifft, so liegt für Helmenstein der Unterschied zu früheren technologischen Wellen darin, dass diesmal auch mittlere und höhere Qualifikation von Automationsvorgängen betroffen sein könnten und Inves­titionen in die Bildung nicht mehr sicher sind. „Während der Einsatz von Maschinen bei der Mechanisierung und Computerisierung dazu geführt hat, dass wir die menschliche Muskelkraft vervielfachen konnten, führt die Automation dazu, dass wir zum ersten Mal menschliche Geisteskraft vervielfachen können.“ Digitalisierung wäre damit nicht einfach ein nächster Schritt wie Elektrifizierung oder Motorifizierung. Was das wiederum für die Arbeitswelt bedeutet, wird sich erst weisen.

Schwerpunkt Thema

Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im November: "History".

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