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Leuchttürme gegen das Menschenminus

Zellstoff Pöls AG: Mit 399 Beschäftigten erwirtschaftete das zur Heinzel Gruppe gehörende Unternehmen 2016 über 250 Millionen Euro und produzierte knapp 440.000 Tonnen Papier und Zellstoff. Um 130 Mio. wird eine zweite Papiermaschine installiert.

In der Region Unternehmergeist und Start-up-Kultur zu fördern, ist eine der Aufgaben der Regionalmanagement Obersteiermark West GmbH (ROW), die auch als Trägerorganisation der Initiative „Kraft. Das Murtal“ fungiert.

Text: Wolfgang Wildner, Fotos: Thomas Luef, Sissi Furgler Fotografie, Zellstoff Pöls AG

 

Mittlerweile an die 90 Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen haben sich hier mit dem Ziel der Standortsicherung zu einer Plattform zusammengefunden. Abwanderung, Fachkräftemangel, Infrastruktur- und Imagedefizite sind einige der Themen, die es zu bearbeiten gilt und die sich häufig auch überschneiden. Eine der Entwicklungshoffnungen liegt im Bereich innovativer Holztechnologie. Das von vier Gemeinden gemeinsam mit Unternehmenspartnern getragene Holzinnovationszentrum in Zeltweg soll hier Inputs liefern. Gerade im Bereich innovativer Verbundtechnologien spielt Holz eine immer stärkere Rolle, nicht zuletzt im Flugzeug- und Autobau. Starke Impulse, auch bezirksübergreifend, kommen von der Montanuni Leoben mit ihrer Werkstoffkompetenz.
Ein Leuchtturmunternehmen im Holztechnologiebereich ist die zur „Johann Offner Unternehmensgruppe“ zählende KLH Massivholz GmbH in Katsch, deren Brettsperrholzprodukte mittlerweile bei Bauprojekten weltweit gefragt sind.
Zu den wenigen Industriebetrieben des Bezirks Murau zählt neben der KLH, der IBS und Zeman Bauelemente in Scheifling auch die Brauerei Murau. Diese Unternehmen zeigen, dass in ganz verschiedenen Branchen auch von „peripheren“ Standorten aus teils weltweit Erfolge zu erzielen sind.

Verpackungserzeuger Stenqvist auf der grünen Wiese in St. Peter ob Judenburg: Im Bezirk Murtal arbeiten 33,6 % aller Beschäftigten in Industriebetrieben.


Entscheidend vor allem für expandierende Unternehmen wird in Zukunft auch sein, ob sie angesichts der Ausdünnung der Bevölkerung die für ihre Dynamik erforderlichen Fach- und Arbeitskräfte, im Besonderen auch Frauen, die statistisch gesehen in einem höheren Ausmaß abwandern, für sich gewinnen, in der Region halten und so vielleicht sogar zu Katalysatoren einer Trendumkehr werden können. Zwischen 2002 und 2015 verlor der Bezirk Murau über 2.800 Einwohner, ein Minus von 9 Prozent und damit prozentuell die größte Einbuße unter den steirischen Bezirken. Auch in der Prognose 2016 bis 2030 nimmt der Bezirk mit einem Minus von 2.891 eine negative Spitzenreiterrolle ein. Ausgeprägt auch der Überhang der aktuell 44- bis 59-Jährigen. Zwischen 2012 und 2016 verzeichnete der Bezirk ein durchschnittliches jährliches Minus an Lehrlingen von 7 Prozent. Der Anteil der Industriebeschäftigten betrug 2016 19,5 %, im benachbarten Bezirk Murtal lag er hingegen bei 33,6 %. Während im Österreichschnitt 40 % der Beschäftigten in Unternehmen mit über 250 MitarbeiterInnen arbeiten, sind es im Bezirk Murau 22,7 %, im Bezirk Murtal 36 %. Signifikant ist daher auch der Unterschied im Verdienstniveau: Beträgt das Bruttomediaeinkommen im Bezirk Murau 2.044 Euro, liegt es im benachbarten Murtal bereits bei 2.560 Euro und damit auch über dem Steiermark-Bruttomediaeinkommen von 2.430 Euro. (Quelle: Statistik Austria, Landesstatistik Steiermark).

Bibiane Puhl ist Geschäftsführerin des Regional­managements Obersteiermark West.

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