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Leidenschaft mit Blick voraus

Siegfried Prinz, Gründer und Noch-Eigentümer der Prinz GmbH in Gratkorn.

Reines Profitmaximierungsdenken ist ihm zuwider, auch bedauert er, dass in Zeiten von E-Mail und schneller Kommunikation der persönliche Kontakt oft zu kurz kommt. Seinen Job als Unternehmer mag Siegfried Prinz heute noch genauso wie vor 30 Jahren, als er begann, Betriebseinrichtungen zu vertreiben.


Text: Daniela Müller, Foto: Marija Kanizaj

 

Vor 30 Jahren hat Siegfried Prinz seine Firma in Gratkorn gegründet. Das Unternehmen vertreibt Betriebseinrichtungen, stattet Kundendienstfahrzeuge aus und bietet Schall- und Lichtlösungen. Der Unternehmer arbeitete viele Jahre in einem Angestelltenverhältnis, störte sich letztlich unter anderem am reinen Profitmaximierungsdenken mancher Unternehmen und machte sich selbstständig. Schon nach kurzer Zeit zwang ihn das Wachstum zum Standortwechsel. Heute denkt der passionierte Unternehmer an die wohlverdiente Pension. Mit Ende 2018 werden die beiden Söhne Christian und Michael den Betrieb komplett in Eigenverantwortung übernehmen.

Was glauben Sie: Ist es heute schwieriger, ein Unternehmen zu gründen?

Prinz: Einerseits ist es leichter, da heute Unternehmen Mitarbeiter oft dazu bewegen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen, um so flexibler auf Situationen und Arbeitszeiten reagieren zu können. Es ist aber heutzutage sicherlich schwieriger, als Unternehmen zu bestehen und Kontinuität aufzubauen. Heute hat man als Selbstständiger sicher mehr Herausforderungen und Parameter zu erfüllen, weil auch das Tempo und der Druck, der einem teilweise – auch künstlich – auferlegt wird, viel größer ist. Wir merken, dass es schwieriger wird, die Philosophie, die wir vertreten, umzusetzen.

Wie sieht die aus?

Ein geschäftlicher Kontakt kann nur so gut sein, wie ein persönlicher Kontakt ist. Und da heute sehr oft vor allem jüngere Interessenten und Kunden lieber über E-Mail kommunizieren, reduziert sich der persönliche Kontakt. Oft besteht schon fast eine gewisse Scheu und Hemmung vor persönlichen Gesprächen. Das finde ich sehr schade.

Welche Tipps würden Sie einem Neugründer geben?

Ich würde ihm mitgeben, sich darüber im Klaren zu sein, wie wichtig der Faktor Zeit ist. Ohne entsprechenden Zeiteinsatz geht nichts, das trifft sehr auf Personen im handwerklichen Bereich zu. Und dort zählt nicht nur das handwerkliche Können, sondern auch eine entsprechende kaufmännische Ausbildung, um finanziell zu dem zu kommen, was man leistet. Ich habe schon oft miterlebt, dass Selbstständige wieder in ein Angestelltenverhältnis gewechselt sind, weil sie die administrative Arbeit oder Kosten für Steuerberatung, Fahrzeuge, Büro etc. unterschätzt haben. Man sollte sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wie wird man Ihrer Meinung nach erfolgreich?

Indem man schaut, dass Kontinuität in der Auslastung gegeben ist, es braucht verschiedene Auftraggeber und eine perfekte Koordination, wenn mehrere Auftraggeber gleichzeitig von einem die Kapazität wollen.

Worin sehen Sie die Stärken Ihres Unternehmens?

Flexibiliät, Kundennähe und unser Service. Wir versuchen immer am Puls der Zeit zu sein, den Markt zu beobachten und uns dementsprechend weiterzubilden. Aufgrund unseres Firmenkonzeptes – wir sind nicht der klassische Vertreter von einem Produzenten – sind wir in der Lage, für jedes Projekt die geeigneten Produkte zu einem optimalen Einrichtungskonzept zusammenzustellen.


Was wären Ihre Wünsche an die neue Regierung?

Ein Wunsch wäre, dass sie sich bewusst wird, dass KMUs einen wesentlichen Teil zum Staatshaushalt beitragen. Weiter würde ich mir eine Senkung der Steuerquote, eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, wünschen.

 

 

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