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Die fabelhafte Welt das Klaviers

 

Musikalisch: Inhaber Stephan Fiedler (3. v. l.) mit seinem Team.

1848 gegründet, hat sich das Klavierhaus Fiedler in Graz über Jahrhunderte und Generationen diesem ganz besonderen Instrument verschrieben. Eine Geschichte mit taktvollen Highlights und prominenten Wegbegleitern.

Text: Lissi Stoimaier, Fotos: Bösendorfer, UNI Graz, beigestellt

 

Italien, die wunderschöne Stadt Florenz, im Jahr 1709. Bartolomeo Christofori entwickelt aus einem Cembalo ein Instrument, mit dem man erstmalig durch entsprechenden Anschlag laut und leise spielen konnte. Damit war der Grundstein des heutigen Klaviers gelegt. Der dazugehörige Name „Gravicembalo col piano é forte“ gilt heute als eine der Wurzeln des gebräuchlichen Namens „Piano“ für aufrecht stehende Klaviere. Ein Instrument, das über die Jahrhunderte die Welt verzauberte. Und auch Franz Fiedler.


Schneller Erfolg

1841 kam der in Mähren geborene Lehrer und Organist nach „Grätz“, wo er einige Jahre später, im Jahr 1848, „Franz Fiedler’s Pianoforte-Handlung und Leihanstalt“ gründete. Schon kurze Zeit später hatte sich der hervorragende Ruf des Hauses schon rumgesprochen, sodass im Jahr 1857 Ignaz Bösendorfer den exklusiven Handel mit seinen Instrumenten der fachlichen Kompetenz Franz Fiedlers anvertraute. Pianisten und musikalische Talente gingen in dem Musikhaus ein und aus, darunter auch Johannes Brahms – obwohl bei dem bekannten deutschen Komponisten angeblich auch privates Interesse an einer Bekannten von Franz Fiedlers Frau Auguste mitspielte.

Als Franz Fiedler 1876 starb, übernahm Sohn Albert Fiedler die Firma. Er war es auch, der 1883 die heutigen Geschäftsräume in der Bel Etage am Eisernen Tor II bezog – das Parterre galt damals als nicht vornehm genug. 1897 folgte die Verleihung des Ehrentitels „k.u.k. Hoflieferant“. Eine besondere Auszeichnung, die den Klaviersalon zum noch größeren Anziehungspunkt der damaligen Prominenz machte. Leo Slezak, Guido Peters, Moritz Rosenthal, Frau Poldi Mildner, Peter Rosegger und Emil Sauer sind dafür nur einige Beispiele.


Musik im Blut

Über die Jahrzehnte brachte sich jede neue Generation in das Familienunternehmen ein. Albert Fiedlers ältester Sohn Albert, ein sehr guter Cellist, der unter Richard Strauss  in vielen Konzerten spielte, trat Anfang des 20. Jahrhunderts als erster von drei Kindern in die Firma ein. Im Zweiten Weltkrieg, während Albert jun. und Richard Fiedler Kriegsdienst leisten mussten, führten Schwester Auguste Marcovich und Richard Fiedlers Ehefrau Hildegard Fiedler das Geschäft. Und Gerhard Fiedler, Richards Sohn, konzentrierte sich ab den 1950er-Jahren vermehrt auf Reparaturen und auf die Betreuung öffentlicher Institutionen und Musikschulen. Heute leitet Klaviermacher und Inhaber Stephan Fiedler in 6. Generation das renommierte Familienunternehmen.

 

„Die nächste musikalische Generation zu unterstützen, zu fördern und zu fordern, ist uns ein ganz besonderes Anliegen.“,Stephan Fiedler


Goldenes Buch

Von Generation zu Generation weitergegeben, haben sich im goldenen Buch der Familie Fiedler bekannte Namen aus Vergangenheit und Gegenwart verewigt. Gleich auf Seite 2 findet sich ein Eintrag von Schriftsteller Peter Rosegger aus dem Jahr 1901. Aber auch die restlichen Einträge lesen sich wie das Who-is-Who der musikalischen Welt bis zurück in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, darunter u.  a. Sänger Udo Jürgens (Eintrag: 1979), Komponist Richard Strauss (Eintrag: 1920), Komponist Jacob Stolz (Eintrag: 1884) oder Schauspielerin Elfriede Ott (Eintrag: 1971).


Im Halbtonschritt in die Moderne

Nach wie vor betreut das Klavierhaus Fiedler neben einer Vielzahl von privaten Kunden auch öffentliche Institutionen, wie beispielsweise die Oper Graz, das Schauspielhaus, die Universität für Musik und darstellende Kunst, das Johann-­Joseph-Fux-Konservatorium, das Landeskonservatorium in Klagenfurt und zahlreiche Musikschulen. Ein Stück Musikgeschichte, das nicht zu Ende ist und mit dem 170-Jahr-Jubiläum 2018 bestimmt groß zelebriert wird. 

 

 

TIMELINE

 1848

 1857

 1876

 1883

 1897

 1964

 1985

2004

 Gründung „Franz Fiedler’s Pianoforte-Handlung und Leihanstalt“
 Fiedler wird exklusiver Händler für Bösendorfer-Instrumente
 Sohn Albert Fiedler übernimmt die Firma
 Die heute noch aktuellen Räumlichkeiten am Eisernen Tor werden bezogen
 Verleihung des Ehrentitels „k.u.k. Hoflieferant“
 Gerhard Fiedler übernimmt die Firma zur Gänze
 Verleihung
„Steirisches Landeswappen“
 Stephan Fiedler übernimmt in sechster Generation das Klavierhaus Albert Fiedler & Sohn.

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