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Schwestern-Power in 3. Generation

Die beiden Schwestern Maria und Sonja Gaberszik führen das gleichnamige Autohaus im Grazer Bermuda-Dreieck seit mittlerweile 40 Jahren in dritter Generation. Viele strategisch kluge Entscheidungen verhalfen ihnen zu geschäftlichem Erfolg. Dabei war ihr Weg so gar nicht vorgesehen.

Text: Carina Felberbauer, Anja Gaisch, Anna Elisabeth Kastner, Überarbeitung: Philipp Lesiak, Fotos: Sonja Gaberszik, beigestellt


1977: Einfahrt Autohaus Gaberszik.

 

 

Das „Bermuda-Dreieck“ der Grazer Autohändler besteht aus den Unternehmen Gaberszik, Robinson, Vogl & Co. Sie verbindet eines: eine über mehrere Generationen andauernde Beziehung zwischen Familienunternehmen und die frühe Niederlassung im äußeren Stadtkern. Besonders auf der rechten Mur-Seite ist mit Tankstellen, Werkstätten und Autohäusern ein regelrechter Autocluster zu finden.
Das Autohaus Gaberszik wurde von August Gaberszik gegründet, er ist 1896 in der Untersteiermark in der Nähe von Maribor/Marburg geboren. 1918 „optiert“ er für Österreich und gründet am 19. Oktober 1925, dem Jahr der Schilling-Einführung, einen kleinen KFZ-Werkstattbetrieb nahe des heutigen Standorts. In der von wirtschaftlichen Herausforderungen geprägten Zwischenkriegszeit ist es nicht leicht, einen Betrieb wirtschaftlich zu führen, andererseits zeigt gerade die Automobil- und Motorradbranche während der 1920er-Jahre eine enorme Dynamik, die erst durch die Folgen der Weltwirtschaftskrise nach 1929 zu einem Ende kommt. August Gabersziks Betrieb trotzt allen Konjunkturschwankungen und übersteht auch die Zeit des Nationalsozialismus.Im Zuge des Wiederaufbaus nach 1945 erwirbt August Gaberszik das heutige Firmenareal in der Grazer Fabrikgasse, auf dem der Betrieb seit 1953 angesiedelt ist, ursprünglich in den Hallen einer Geschirrfabrik. Die einsetzende Massenmobilisierung im Zuge des „kleinen Wirtschaftswunders“ sorgt für florierendes Geschäft, im Zuge dessen sich Gaberszik auf Fahrzeuginstrumente, vor allem Fahrtenschreiber, spezialisiert und damit ein überregionales Geschäftsfeld eröffnet.

 

 

1981: Werkstätte in der alten Geschirrfabrik.

Leidenschaft Rennfahren

Kurz nach Übersiedlung des Betriebs beginnen die beiden Söhne des Gründers Alfred und Gustav eine siegreiche Rennfahrerkarriere. In der hauseigenen Werkstätte schrauben sie begeistert an ihren Boliden der Marke Saab. Diese Leidenschaft hat auch Einfluss auf Geschäftsentscheidungen: Nachdem die Saabs nicht mehr konkurrenzfähig sind, wechselt Gaberszik den Werkstattvertrag zu BMW und Volvo und schließlich, 1972, zu Ford. Dieses Jahr ist ein Meilenstein für das Unternehmen: Neben dem Markenwechsel stirbt auch August Gaberszik, seine beiden Söhne treten in seine Fußstapfen. Gemeinsam führen sie den Betrieb aber nur vier Jahre lang, Alfred Gaberszik wird Alleineigentümer.
Sein überraschender Tod 1987 stellt seine beiden Töchter Sonja und Maria völlig unvorbereitet vor eine schwerwiegende Entscheidung: Fortführung des Betriebes in dritter Generation oder Liquidation? Schließlich stehen die beiden jungen Frauen kurz vor dem Studienabschluss in Betriebswirtschaftslehre bzw. Rechtswissenschaften und sehen für sich ganz andere Zukunftspläne, jenseits des männlich dominierten KFZ-Metiers. Obwohl sie kaum Erfahrung im eigenen Betrieb haben oder technisches Know-how besitzen, entscheiden sie sich zur gemeinsamen Übernahme des damals mit vier Mitarbeitern kleinen Werkstattbetriebes.
Den Frauen war klar: Der Betrieb muss in eine neue Richtung entwickelt werden. Aus der kleinen Ford-Vertragswerkstätte ohne nennenswerten Autohandel wird ein großer Ford-Autohändler mit rund 30 Mitarbeitern: 1993 gelingt es den beherzt agierenden Schwestern, Ford zu überzeugen, Gaberszik als weiteren Ford-Händler in Graz zu akzeptieren. Es folgen Investitionen in die Werkstättenausstattung, die Erweiterung der Gebäude am Betriebsgelände und die Errichtung einer 250 m² großen Ausstellungshalle. Das Hauptgeschäft besteht heute aus ­Autohandel und Komplettlösungen für Firmenkunden, insbesondere Taxameter für Taxi-Unternehmen. Seit 2004 hat Gaberszik zudem einen Händlervertrag für die Premiummarken Jaguar und Land Rover.

1977: August Gaberszik mit Pokalsammlung.

 

TIMELINE

1925

1953

1954

1972

1976

1987

1993

2004

Firmengründung durch august Gaberszik Übersiedlung in die Fabriksgasse Rennfahrerkarriere Alfred und Gustav Markenwechsel zu Ford, übernahme durch Alfred und Gustav Alfred Gaberszik wird
Alleineigentümer
Alfred Gaberszik stirbt – übernahme durch Töchter Sonja und Maria Gaberszik wird
Ford-Händler
Die Premiummarken Jaguar und Land Rover kommen dazu

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