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Digitale Tradition


Oliver Kröpfl, Leiter Generalsekretariat Steiermärkische Sparkasse.

Der Leiter des Generalsekretariats der Steiermärkischen Sparkasse, Oliver Kröpfl, sieht in der oft empfundenen Dualität Tradition und digitale Revolution keine Gefahren, sondern Chancen für das Unternehmen.
Und er glaubt, dass das traditionelle Bankengeschäft auch in Zukunft seine Bedeutung nicht verlieren wird.


Text: Daniela Müller, Foto: Marija Kanizaj

 

Die Steiermärkische Sparkasse ist das älteste Kreditinstitut in der Steiermark. Und mit 2,4 Millionen Kunden auch das größte. Geführt wird es von Gerhard Fabisch (Vorstands-Vorsitzender), Franz Kerber (Stellvertretung), Georg Bucher und Sava Dalbokov. Oliver Kröpfl, Leiter des Generalsekretariats, blickt für den Business Monat in die Zukunft einer Branche, die im Zuge der Digitalisierung einem Wandel unterworfen ist.

Die Steiermärkische Sparkasse als Traditionsunternehmen muss nun die digitale Revolution stemmen. Wie gelingt das und welche Rolle spielt dabei die Tradition?

Kröpfl: Ich glaube, viele Kunden schätzen die Kombination, dass Banken moderner werden und die Kunden auch digitale Instrumente nutzen können, aber gleichzeitig die Banken eine Betreuung vor Ort bieten. Für uns ist das eine Gratwanderung, die auf den ersten Blick als Widerspruch scheint, die wir aber gut meistern. Will man innovativ in die Zukunft blicken, helfen Grundwerte, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Was, wenn nach weiterem Generationen­wechsel die Kunden nur mehr online ihre Geschäfte tätigen wollen? Welche Rolle wird dieSteiermärkische dann spielen?

In Österreich ist es nach wie vor so, dass nicht viele Kunden ausschließlich ihre Geschäfte online tätigen wollen. Wir sehen da auch bei der jüngeren Generation keine dramatischen Veränderungen. Die einfacheren Formen der Veranlagung werden sich bestimmt in die digitale Welt verlagern, für Überweisungen kommen auch immer weniger Kunden in die Bank. Bei komplexeren Dingen, etwa Finanzierungen, sehen wir darin Gefahren, würde sich alles nur digital entwickeln. Hier braucht es definitiv Beratung.

Denken Sie daran, in anderen Branchen oder Bereichen neue Betätigungsfelder zu finden?

Wir interessieren uns nicht für einen Spartenmix, wir wollen im Kernbankgeschäft bleiben. Maximal werden wir Projekte unterstützen in Form von Ko­operationen. Alles andere steht nicht zur Diskussion.

Die Steiermärkische ist vielfach Sponsorpartner. Haben Sie das Gefühl, dass Sie hier mit zunehmender Knappheit in öffentlichen Budgets zum Erhalter etwa kultureller Veranstaltungen werden?

Ich nehme schon wahr, dass immer weniger Unternehmen sich für Sponsoring, Gemeinnützigkeit oder NGOs einsetzen. In Summe befürchte ich, dass auch der Staat für solche Dinge künftig weniger Geld in die Hand nehmen wird. Wir in der Steiermärkischen Sparkasse jedenfalls wollen unseren Einsatz in den nächs­ten Jahren konstant halten.

Wo setzen Sie Schwerpunkte?

Unsere Aktivitäten spielen sich innerhalb der drei Säulen Kunst/Kultur, Soziales, Wissenschaft/Ausbildung ab. Im Moment engagieren wir uns besonders für Präventionsarbeit in finanzieller Grundausbildung. Es ist erschütternd, wie gering das Wissen vieler Menschen um ihre eigenen Finanzen ist. Hier unterstützen wir Projekte wie Workshops in Schulen, um für das Thema zu sensibilisieren.

Ihre Wünsche an die neue Regierung?

In der Steuerpolitik gehörten neue Akzente gesetzt, die Menschen und Unternehmen schützen. Wir haben eine irrsinnig hohe und belastende Abgabenquote. Zum anderen wird der Bürokratismus nicht besser, sondern schlimmer. Auch wenn gewisse Dinge geregelt werden müssen, sind Verdichtung und noch engere Regelungen nicht das, was den Menschen, Unternehmen und Regionen gut tut. 

 

 

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Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im Jänner: "Holz".

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