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Vom Zufallsprodukt zum Branchenprimus

 
Geschäftsführer Georg Hirsch (r.) mit dem Werksleiter von Kammern, Gottfried Scheipl.

Geschäftsideen entstehen manchmal aus der Not heraus. Wie die der Wolf Plastics Verpackungen GmbH. Weil dem früheren Besitzer, einem Lebensmittelhersteller, wegen Lieferschwierigkeiten keine Umverpackung für seine Rollmöpse geliefert werden konnte, begann er, sie selbst herzustellen. Bald auch für die ganze Branche.

Text: Olivia Haslehner, Katharina Knappstein und Veronika Werl Überarbeitung: Heidemarie Guggenbichler-Brunner, Walter Iber  Fotos: David Sailer, beigestellt

 


Der Erfolg der Wolf Plastics Verpackungen GmbH aus Kammern im Liesingtal kam über Zufall und Umwege zustande. Ursprünglich stellte das Unternehmen Fischspezialitäten her. Als es 1973 zu Lieferschwierigkeiten des Verpackungsproduzenten kam, beschloss der Besitzer Ernst Hofmann, die Verpackungen für die Rollmöpse selbst herzustellen – vorerst für den Eigenbedarf, später auch für die Lebensmittelbranche. Produziert wurde zunächst unter dem Namen Hofmann Kunststoffverpackungen im infrastrukturell optimal gelegenen Kammern. Damals sprach man von einer neuen Industriellen Revolution: Der PC trat seinen Siegeszug an, die Kernenergie war auf dem Vormarsch, die Kunststoffindustrie boomte. Die großen Chemiekonzerne investierten kräftig in Forschung und Entwicklung, der Markt bot viele Möglichkeiten. Kunststoffe waren „en vogue“, sie wirkten in viele Sektoren und Lebensbereiche hinein, von Haushalts- und Spielwaren (Lego) über die Baubranche (Styropor) bis hin zum Automobil- und Flugzeugbau.

Schritt nach Ungarn

Zu Beginn der 1990er-Jahre kam es zu Unstimmigkeiten zwischen dem Firmengründer Hofmann und seinem Werksleiter, dieser verließ den Betrieb und baute in Ungarn ein neues Unternehmen unter dem Namen Wolf Plastics auf. Das brachte aber nicht den erhofften Erfolg und musste wenig später Konkurs anmelden. Hofmann kaufte die Firma mit dem Werk in Fertöszentmiklós nahe Sopron im Jahr 1993 auf und gliederte sie in sein Unternehmen ein. Eine dritte Niederlassung entstand im Jahre 2004 in Rumänien. Die EU-Osterweiterung bot neue Möglichkeiten, ein rumänischer Farbenhersteller auf der Suche nach einem Exklusivlieferanten für Verpackungen wurde bei Wolf Plastics fündig. Was mit nur einer Maschine und bloßen Auslandslieferungen begann, wurde im Werk nahe Bukarest zum größten Baustoffunternehmen der Region. Nach turbulenten Jahren übernahmen 2006 die Schmid Industrieholding, zu der auch die namhaften Unternehmen Austrotherm und baumit gehören, und Georg Hirsch das Unternehmen und richteten es strategisch neu aus. Unter dem Namen Wolf Plastics Verpackungen GmbH werden heute in Ungarn Verpackungen für die Lebensmittelindustrie gefertigt, in Kammern konzentriert man sich auf die Produktion von Eimern und Kanistern für das Baugewerbe und die Chemische Industrie, das rumänische Werk beliefert den dortigen Markt. Wolf Plas­tics führt die Branche in Zentral- und Osteuropa an.

 

 

Umweltfreundlich

An den drei Standorten sind 230 Mitarbeiter beschäftigt, die Geschäftsführung ist in Wien angesiedelt, der Jahresumsatz beträgt 50 Mio. Euro.Technisch auf dem neuesten Stand, ermöglichen ausgereifte Spritzguss- und Hohlkörperblasverfahren die Fertigung von Eimern, Kanistern und Kisten sowie von Flaschen und Dosen. Seit 2014 wurde schrittweise auf Automatisierung und Robotertechnik umgestellt. Produkt- und Prozessoptimierungen sollen den Energiebedarf und CO2-Ausstoß kontinuierlich senken und ein maximales Recycling vornehmen. In einem geschlossenen Kreislauf wird der Rohstoff durch einem chemisch-technischen Prozess zu einer Verpackung verarbeitet und diese später wieder zum Ursprungsprodukt rückgeführt, woraus dann wiederum Energie entsteht. 

 

 

TIMELINE

1973

1993

2003

2006

2015

Firmengründung
durch Ernst Hofmann
Gründung des
ungarischen Werks
Gründung des
rumänischen Standortes
Neuausrichtung nach Übernahme durch die Schmid Industrieholding und Georg Hirsch Neuausrichtung in Richtung Automatisierung und Robotertechnik

 

 

 

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