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Große Investition in einen Zukunftswerkstoff

Die Admonter Holzindustrie, exportorientierter Hersteller im Echtholzbereich, baut aus. Damit sollen die Produkte – Böden, Platten, Türen, Wandelemente, Treppen – ein völlig neues Maß an Individualität erhalten.

 

Text: Elke Jauk-Offner, Fotos: Thomas Luef, Admonter

 

Die Admonter Holzindustrie inves­tiert in großem Stil in einen Zukunftswerkstoff, um mehr und effizienter produzieren zu können: zehn Millionen Euro werden für den Standort Admont aufgewendet. „Damit sind wir in der Lage, die stark gestiegene Nachfrage zu bedienen und auf individuelle Kundenwünsche noch besser reagieren zu können“, betont Vertriebsvorstand Ewald Fuchs. Schließlich konnte man 2017 im Naturholzbodensegment Zuwächse im zweistelligen Bereich verzeichnen. „Die Maßnahmen sind ein klares Bekenntnis zur 100 Prozent österreichischen Produktion und ein wichtiger Schritt, um Kapazitäten auszubauen, dem starken Wachstum gerecht zu werden und Arbeitsplätze in der Region zu sichern“, so Fuchs. Admonter will auch als Gesamtraumausstatter in Objekten in Zukunft noch intensiver tätig werden. Der neue Name Admonter Holzindustrie AG samt neuer Rechtsform hat die vormalige STIA Holzindustrie GmbH abgelöst. „Der international bekannte Markenname Admonter ist somit auch im Firmennamen verankert. An der Beziehung zum Stift ­Admont ändert sich damit nichts. Es ist zu 100 Prozent Eigentümer“, sagt Fuchs. Das Wachstum ist auch auf die drei Tochterunternehmen zurückzuführen: die Querschnitt GmbH, die sich der Objektgestaltung mit Holz widmet und sich vor allem an Gastronomie und Hotellerie richtet, die Zulieferfirma DH Holz für Lamellen und Altholz in Kematen sowie die Vertriebstochter STIA Schweiz.


Zukunftsmusik

Das Lagerprogramm der Admonter Holzindustrie ist grundsätzlich klein und besteht aus den Topsellern, andere Bestellungen werden nach Auftragseingang und just in time produziert. Aus 60 Farbtönen, fünf Sortierungen, sechs Strukturen, vier Dimensionen und zwei Verbindungssystemen kann gewählt werden, was eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten ergibt. Erklärtes Ziel ist es, selbst kleinste Mengen flexibel, schnell und effizient produzieren zu können. Ab 2019 will man noch mehr Möglichkeiten zur individuellen Produktgestaltung schaffen. Unter dem Arbeitstitel „Admonter Manufaktur“ sollen Dielenlängen von bis zu acht Metern, vom Kunden selbst ausgewählte Farben sowie händisch erzeugte Strukturen wie Handhobelung die Palette ergänzen. Um das Produktprogramm optimal zu präsentieren, wird gerade in der ehemaligen Tischlerei der Feinschliff in der 300 Quadratmeter großen neuen Wohnwelt in Admont getätigt und so die bestehende Ausstellung ergänzt. Hier werden die Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten der Böden, Platten, Wand- und Deckenverkleidungen, Innentüren, Treppen und Akustikelemente gezeigt. Integriert wird auch ein virtueller Schauraum, in dem die Kunden diverse Böden mittels Virtual-Reality-Brille visualisieren können.
Das Sortiment wurde jüngst um Böden in Eiche und Lärche, die mit einer Struktur in Used-Optik den Saloon-Charakter des Wilden Westens in heimische Wohnräume holen sollen, erweitert. Darüber hinaus will man mit einer Bodenkollektion im Mittelpreissegment eine neue Zielgruppe ansprechen. Unter dem Namen „ondo by Admonter“ werden mit einer Auswahl an Eichenböden junge, preisbewusste Häuslbauer angesprochen.

„Die Maßnahmen sind ein klares Bekenntnis zur 100 Prozent österreichischen Produktion.“ Ewald Fuchs, Vorstand Admonter Holzindustrie AG

Farben, Oberflächen und Dimensionen sind hier begrenzter, die Decklage etwas geringer als beim Premium-Produkt. Der Betrieb hat als erster österreichischer Naturbodenhersteller vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft das Österreichische Umweltzeichen erhalten. Es garantiert die gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit von Produkten und soll als Orientierungshilfe für Konsumenten dienen. Fußbodenbeläge haben wegen ihrer großflächigen Anwendung einen großen Einfluss auf die Qualität der Innenraumluft. Bodenbeläge mit dem Umweltzeichen müssen daher besonders umweltfreundlich hergestellt sein, um Emissionen von gesundheitsgefährdenden Schadstoffen zu minimieren. Das Holz muss zur Hälfte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen, der Bodenbelag nach der Nutzung verwertet werden können. „Eine nachhaltige und ökologische Herstellung war immer schon einer unserer wesentlichen Werte“, sagt Fuchs, „unser Holz stammt aus PEFC-zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft. Holzreste verwenden wir als Brennstoff in unserem Heizhaus, die Energie versorgt unsere Anlagen mit Prozesswärme, hält unser Werk, das ganze Stift Admont und viele Haushalte von Admont warm und erzeugt Strom für 260 Haushalte in der Region. Auf unseren Hallendächern haben wir großflächige Photovoltaikanlagen“, so Fuchs. Die sogenannte EPD-Zertifizierung macht den ökologischen Fußabdruck sämtlicher Admonter Produkte bereits transparent. So wird es auch möglich, die ökologische Wertigkeit gesamter Objekte, in denen Admonter Naturholzprodukte zum Einsatz kommen, zu evaluieren. „Diese Thematik wird in der Zukunft unerlässlich für den Objekt- und Wohnbau sein“, ist Fuchs überzeugt. 

Spielwiese für Innovationen: Die Bodenstruktur in Used-Optik schafft einen Saloon-Charakter.

 

Admonter Holzindustrie AG

Das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern ist im Besitz des Stifts Admont, das mit einem Waldbesitz von 17.000 Hektar Österreichs viertgrößter Forstbetrieb ist. Die Admonter Holzindustrie AG ist nicht nur das größte Tochterunternehmen, sondern auch der mitarbeiterstärkste Betrieb im Ort. Von der ­Erzeugung von Betonschalungsplatten hat sich der Betrieb zum Spezialisten für Böden, Platten und Stiegenlösungen aus Naturholz entwickelt. Die Exportquote liegt bei über 70 Prozent.

www.admonter.at

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