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Holzindustrie schafft Arbeit

Holz prägt im waldreichsten Bundesland Österreichs auch die Arbeitswelt. Rund 6.000 Menschen sind in der Steiermark in Sägewerken und weiteren holzverarbeitenden Betrieben beschäftigt. Im Branchenvergleich ist die Holzindustrie damit der fünftwichtigste Arbeitgeber der Steiermark.

 

 

Text: Wolfgang Wildner, Fotos: Sissi Furgler Fotografie, Admonter Holzindustrie AG, Rudi Zechner

 

Vom klassischen Traditionssägewerk über die Hersteller von Weiterverarbeitungsprodukten wie etwa Brettsperrholz bis zu Erzeugern von Fenstern, Möbeln, Parketten, Fertigteilhäusern und Co.: Die Steiermark verfügt nicht nur über nahezu unerschöpfliche, weil nachwachsende Holzressourcen, sondern auch über eine ebenso traditionsreiche wie innovative Kultur von traditioneller und industrieller Holzverarbeitung. Gerade in strukturschwachen, ländlich geprägten Räumen, betont Monika Zechner, Obfrau der Fachgruppe der Holzindustrie in der WKO Steiermark und Inhaberin einer Traditionssägemanufaktur, stelle die Holzindustrie damit einen unverzichtbaren Anker der Regionalentwicklung dar. „Unsere Unternehmen bieten Arbeitsplätze, geben jungen Menschen eine Perspektive und halten die Bevölkerung in jenen Regionen, die von Abwanderung und Bevölkerungsschwund bedroht sind.“

Holzindustrie bringt regionale Wertschöpfung: Parkettproduktion bei der Admonter Holzindustrie AG. 

 

Holz boomt 

Mit innovativen Zugängen und einem außerordentlich hohen Qualitätslevel sei die steirische Holzindustrie gerüstet, auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltig positiven Entwicklung nicht nur des Wirtschaftsstandorts Steiermark, sondern des Landes insgesamt und seiner Regionen zu leisten. Massiv gestiegen sei, so Zechner, in den vergangenen Jahren die internationale Nachfrage nach Erzeugnissen der steirischen Holzindustrie. „Unsere Betriebe zählen heute auch im internationalen Maßstab zu den Innovations- und Technologieführern. Das wird mittlerweile immer breiter wahrgenommen. Viele Produkte erleben derzeit auch im Export einen echten Boom.“ 

Verantwortlich dafür seien neben Engagement und Innovationshaltung in den Unternehmen nicht zuletzt der besonders hohe Ausbildungsstand und die Qualifikation steirischer Holzfachkräfte. „Die steirische Holzindustrie“, erklärt Zechner, „sorgt nicht nur für sichere Arbeitsplätze in den Regionen, sie bietet auch spannende berufliche Herausforderungen und hervorragende Karrieremöglichkeiten.“ Die Berufe in der Holzindustrie hätten in den vergangenen Jahren einen enormen Imagewandel und eine deutliche Aufwertung erfahren – hin zu technologisch anspruchsvollen und entsprechend wertgeschätzten Tätigkeiten. „Wir verzeichnen reges Interesse an Berufen in der Holzindustrie, allerdings“, warnt die Fachgruppenobfrau, „sehen gerade wir uns mit der Gefahr eines zukünftigen Fachkräftemangels konfrontiert.“ Verantwortlich dafür: die allgemeinen demografischen Trends, die gerade an den vorwiegend ländlich-regionalen Betriebsstandorten der Holzindustrie besonders deutlich zu spüren sind.

Sägewerke machen aus rund eckig und liefern der weiterverarbeitenden Holzindustrie den begehrten Naturwerkstoff. 

 

Karriere in der Holzindustrie

In Kooperation mit ihren Mitgliedsbetrieben habe daher die Fachgruppe der Holzindustrie das Heft in die Hand genommen. „Mit einer umfassenden Lehrlingsinitiative“ erläutert Zechner, „wollen wir dafür Sorge tragen, dass der Holzindustrie auch in Zukunft die wertvollste Ressource neben dem Rohstoff Holz, nämlich das menschliche Know-how, in ausreichendem Maße und in höchster Qualität zur Verfügung steht. Dafür haben wir in Kooperation mit dem WIFI ein eigenes Ausbildertraining etabliert und fördern generell die Lehrlingsausbildung in unseren Betrieben.“ Intensiv wird auch daran gearbeitet, im Schul- und Ausbildungssystem deutliche Wegweiser Richtung Holzkompetenz aufzustellen. „Wir sind überzeugt davon, dass wir über ein nachhaltiges und attraktives Angebot für die Zukunft verfügen. Darauf wollen wir junge Menschen aufmerksam machen.“ 

In der Holz-NMS Graz-Straßgang wird Schülerinnen und Schülern Holzbewusstsein vermittelt. Ein echtes Vorzeigemodell stellt auch die Polytechnische Schule Deutschfeistritz dar, wo jungen Menschen im Vorfeld der Berufsentscheidung der Blick auf die beruflichen Möglichkeiten in der Holzwirtschaft eröffnet und die Arbeit mit Holz schmackhaft gemacht wird. Gerade die Holzindustrie mit ihren rasanten Fortschritten biete, so Zechner, zudem ein breites Feld von Weiterentwicklungsmöglichkeiten – von der Lehre mit Matura über die berufsbegleitende Weiterqualifizierung zum Werkmeister bis hin zu Fachhochschul- und Universitätsstudien, etwa am Institut für Holzbau- und Holztechnologie an der TU Graz oder an der Fachhochschule im Holzausbildungszentrum Kuchl. Eben wurde an der Fakultät für Architektur der TU Graz auch eine Stiftungsprofessur für Architektur und Holzbau eingerichtet.

Bewusstsein für Holz

„Wir müssen das Bewusstsein für den Wert von Holz noch weiter schärfen“, mobilisiert Zechner, „um die enormen Chancen, die dieser natürliche Rohstoff der Steiermark als Wirtschaftsstandort bietet, auch tatsächlich in vollem Umfang nutzen zu können.“ Das Bewusstsein auf der Seite der Waldbesitzer, dass sie über eine wertvolle Rohstoffquelle verfügen, von der sie auch selbst wirtschaftlich profitieren können; das Bewusstsein aber auch dafür, dass nur ein professionell und nachhaltig bewirtschafteter Wald den Herausforderungen der klimatischen Veränderungsprozesse gewachsen sein wird; das Bewusstsein junger Menschen im Hinblick auf das enorme Potenzial von Holzberufen; und schließlich das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten, bei ihren Entscheidungen noch stärker Fragen der Qualität, der Gesundheit und der ökologischen Nachhaltigkeit in die Waagschale zu werfen. „Denn in diesen Bereichen ist Holz absolut konkurrenzlos.“

Bei all dem Wandel in Technologie und Image habe sich jedoch, erläutert Zechner, eines nicht verändert: „Nämlich, dass wir es bei unserer Arbeit mit einem durch und durch natürlichen, pflanzlichen und daher nachwachsenden Rohstoff zu tun haben.“ Gerade wenn es um Wohlbefinden und Gesundheit geht, ist Holz mit seinen Eigenschaften ein wichtiger Wegbegleiter. Es ist diese Natürlichkeit, die Herkunft aus den heimischen Wäldern, die der Holzindustrie im wahrsten Sinne des Wortes ihren ganz besonderen Geruch verleiht: den Duft des Waldes, der nicht nur die Verarbeitung des Holzes begleitet, sondern auch die fertigen Produkte auszeichnet. 

 

 

Monika Zechner, Obfrau der Holzindustrie in der WKO Steiermark.

 

Steirische Holzindustrie

Die Fachgruppe der Holzindus­trie Steiermark umfasst 227 aktive Mitgliedsbetriebe. Davon sind 177 Sägewerke (davon 16 Betriebe mit Holzverarbeitung) und 50 holzverarbeitende Betriebe.

Fachgruppe Holzindustrie,
WKO Steiermark
Körblergasse 111 – 113, 8010 Graz
Tel.: 0316/601-526
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Obfrau: Monika Zechner
Geschäftsführerin: Brigitte Marold

www.holzindustrie-steiermark.at

 

 

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Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im Jänner: "Holz".

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