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Preparing the Future

In puncto Forschung sieht Joanneum-Research-Geschäftsführer Wolfgang Pribyl die Steiermark auf einem guten Weg, bei den großen Zukunftsthemen sei das Bundesland vorne mit dabei. Das große Schlagwort lautet Internationalisierung, diese macht auch vor der Forschung nicht halt. 

Text: Daniela Müller, Foto: Thomas Luef

Die Forschungsgesellschaft Joanneum Research setzt mit ihren Bereichen Materials, Health, Digital, Policies, Robotics und Life Zukunftstrends. Die jährliche Forschungsleistung der Gesellschaft beträgt rund 41 Millionen Euro bei einem Selbstfinanzierungsgrad von über 80 Prozent. Joanneum Research steht im Eigentum des Landes Steiermark (85  %) und der Kärntner Betriebsansiedlungs- & Beteiligungsgesellschaft (BABEG, 15  %). Anfang März veranstaltete Joanneum Research ihre 8. Zukunftskonferenz zum Thema Internationalisierung. 

Herr Pribyl, wo sehen Sie die großen Zukunftsthemen? 

Wolfgang Pribyl: Nicht ganz unerwartet ist hier die Digitalisierung zu nennen, hier sind wir schließlich seit 50 Jahren tätig (Joanneum Research betrieb damals das erste Rechenzentrum der Steiermark, Anm.). Im Forschungsbereich wichtiger werden Life-Science-Themen, hier freuen wir uns über einen großen Auftrag der US-amerikanischen Food- and-Drug-Behörde, die üblicherweise nicht außerhalb der USA vergeben werden. Mit der Med Uni Graz forschen wir an einer neuen Methode der Wundheilung, die darauf basiert, die Selbstheilungskräfte aufzubauen. In Klagenfurt ist das Institut für Robotik in Aufbau, natürlich forschen wir auch in den Bereichen Internet of Things und Industrie 4.0, mit den Auswirkungen von Digitalisierung beschäftigen sich unsere Institute Policies und Life.

Stichwort Internationali-sierung: Wie sieht es damit in der Forschung aus? 

Der Wettbewerb ist auch im Forschungsbereich globalisiert. Webbasierte Services ermöglichen Firmen, Forschungsleistungen recht einfach in weiter entfernten Regionen einzukaufen. Für komplexere Dinge sehe ich die Zukunft in Partnerschaften – wir beispielsweise -pflegen eine gute Zusammenarbeit mit allen Grazer Hochschulen –, ein wie ich finde wichtiges Thema, um den Exzellenz-aspekt weiterzutreiben. 

Joanneum Research ist breit aufgestellt. Wie schafft man inhaltliche Breite, ohne an Tiefe zu verlieren?

Dass beides sehr wohl möglich ist, sehen wir stark in unserer Einheit Digital. In anderen Bereichen, etwa bei Health, braucht man gute Partnerschaften. Während vor 15, 20 Jahren noch an Platinen geforscht wurde, die irgendwelche speziellen Eigenschaften hatten, werden heute Lösungen angestrebt oder komplexe Systeme erarbeitet, die bestimmte Probleme lösen, im Bereich autonomes Fahren beispielsweise.

Wie unterstützen Sie die steirische Wirtschaft bei Forschungsmaßnahmen?

Wir arbeiten oft mit kleineren Unternehmen zusammen, die sich keine eigene F&E-Abteilungen leisten können, die im Übrigen über den Innovationsscheck der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro lukrieren können. Wir treten auch mit eigenen Ideen an Unternehmen heran, um gemeinsam Produkte zur Marktreife zu führen. Uns geht es weniger darum, universelle Superprodukte zu finden, sondern Nischen zu suchen, in denen das Unternehmen einzigartig werden kann. 

Wo sehen Sie die Zukunft im Bereich F&E im Bundesland?

Die Forschungsquote von 5,16 Prozent in der Steiermark ist sehr erfreulich. Der süd-österreichische Raum ist in der Mikroelektronik stark, auch bei Biotech und Health haben wir einen guten Namen. Gute Sichtbarkeit wird zudem im Clusterbereich erzeugt, bei Automotive befinden wir uns sogar auf Augenhöhe mit der Region Stuttgart. Die Krise gut gemeistert und entsprechend umorientiert hat sich die Schwerindustrie der Mur-Mürzfurche.

 

Joanneum-Research-Geschäftsführer Wolfgang Pribyl
setzt auf Partnerschaften, um Forschung und Entwicklung
in der Steiermark voranzutreiben.

 

 

 

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