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Der Wirtschaftsmotor in der Steiermark brummt. Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl setzt in diesem positiven Umfeld auf drei Schwerpunkte: Stärkung der Wirtschaft in den Regionen, Digitalisierung und Ausbau von Forschung, Entwicklung und Innovation.

 Text: Daniela Müller, Fotos: Mathias Kniepeiss

Auf die Frage, welche Wirtschaftsregion sie fasziniert, schießt es Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl heraus: „Selbstverständlich die Steiermark. Wir sind nicht nur mit Abstand das Forschungsland Nummer eins innerhalb Österreichs, sondern zählen bei Forschung, Entwicklung und Innovation in Europa zur Spitze.“ Beeindruckt zeigt sie sich aber auch von den Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und Zukunftstechnologien in den USA, als sie sich im Vorjahr mit einer Wirtschaftsdelegation in Seattle, dem Silicon Valley und der Region um San Francisco ein eigenes Bild machen konnte.

Gute Partnerschaften

In der Steiermark sieht sie „trotz unserer Position als Innovations- und Forschungsland in allen Bereichen und Branchen Potenzial, die Innovationskraft weiter auszubauen“. Wesentlich dafür sei auch in Zukunft eine enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. „Durch die Zusammenführung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung in einem politischen Ressort sehe ich die Chance, in den kommenden Jahren zusätzliche Synergien zu nutzen und damit diese wertvolle Vernetzung weiter zu stärken.“

54 Millionen Euro sollen heuer für Wirtschaftsförderungsmaßnahmen ausgegeben werden. Wie wird das Geld verteilt? Im Fokus der Förderung stehen für heuer drei Schwerpunkte: die Stärkung der Wirtschaft in den Regionen, die Digitalisierung und wie erwähnt der weitere Ausbau von Forschung, Entwicklung und Innovation. „Wir haben derzeit sehr positive Rahmenbedingungen mit steigender Beschäftigung und rückläufiger Arbeitslosigkeit. Das müssen wir nutzen und unsere Betriebe gezielt unterstützen, damit sie weiterhin für Wertschöpfung und Lebensqualität in der Steiermark sorgen.“ 

Um die ländliche Entwicklung und das Wachstum von regionalen Klein- und Mittelunternehmen voranzutreiben, setzt die Wirtschaftslandesrätin auf Impulszentren in den Regionen. „Sie schaffen durch die räumliche Konzentration vieler kleiner innovativer Unternehmen ein über das herkömmliche Immobilienangebot hinausgehendes wirtschaftliches Umfeld.“ Derzeit gibt es 30 Impulszentren in der gesamten Steiermark, in denen rund 240 Unternehmen mit knapp 2.500 Mitarbeitern eingemietet sind. „Wir werden das Angebot der Zentren im Hinblick auf Räumlichkeiten und Infrastruktur Schritt für Schritt erweitern.“

Impulszentren und Coaches

Solchen ambitionierten Plänen stehen jedoch demografische Entwicklungen entgegen: Graz wächst kontinuierlich, Regionen dünnen sich aus, weil Menschen in die Ballungszentren abwandern. Welche Maßnahmen bräuchte es zusätzlich zu Einrichtungen wie Impulszentren? „Wir werden heuer unser Angebot seitens der Wirtschaftsförderung in den Regionen verstärken“, sagt Eibinger-Miedl. Dazu werden etwa regionale „Innovationscoaches“ eingesetzt, die direkt vor Ort mit den Unternehmen Möglichkeiten zur Umsetzung von Innovationen herausarbeiten, sie dabei begleiten und im Hinblick auf Fördermöglichkeiten beraten. „Damit wollen wir regionale KMU motivieren, verstärkt auf Innovation zu setzen.“ 

1.200 Betriebe profitierten

Als „absolute Erfolgsgeschichte bezeichnet die Wirtschaftslandesrätin die Nahversorgerförderung, mit der regionale Kleinst- und Kleinunternehmen unterstützt werden, die in die Modernisierung oder Erweiterung des Unternehmens sowie in digitale Kommunikationsmaßnahmen investieren. „Im Vorjahr haben wir allein mit diesem Förderprogramm 1.200 Betriebe unterstützt. Mit einer Fördersumme von 1,7 Millionen Euro wurden dabei Investitionen von 8,8 Millionen Euro ausgelöst. Die Nahversorgerförderung ist damit eine echte Regionalförderung, die wir weiter anbieten werden.
Eine große Herausforderung werde die digitale Welt mit sich bringen, betont die Landesrätin. Das Land Steiermark plant eine eigene Breitbandgesellschaft, die für Grundvoraussetzung für Digitalisierungsprozesse in heimischen Betrieben ist die flächendeckende Versorgung mit Hochleistungsinternet zuständig sein wird. „Bei der Breitbandinfrastrukturgesellschaft, die wir derzeit gerade gründen, werden die Fäden aller in der Steiermark mit Breitband befassten Akteure zusammenlaufen, damit der Ausbau in Zukunft schneller und strategischer erfolgt.“ In jenen Regionen, in denen kein Ausbau durch Provider stattfindet, wird die Gesellschaft selbst für die Errichtung der notwendigen Infrastruktur sorgen. Die Gesellschaft solle auch dazu beitragen, die für die Steiermark zur Verfügung stehenden Förderungsgelder aus den Breitbandmitteln des Bundes besser auszuschöpfen. Neben der Bewusstseinsbildung stehen die Förderung von Investitionen, Qualifizierungsmaßnahmen und Forschungsprojekten mit dem Fokus auf Digitalisierung im Mittelpunkt. Aber auch die zum Teil gänzlich neuen Kompetenzen, die ein digitalisierter Arbeitsalltag erfordern wird, will sich die Landesrätin zu ihrer Aufgabe machen. „Wir haben daher ein eigenes Förderungsprogramm, mit dem wir steirische KMU unterstützen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die neuen Anforderungen weiter zu qualifizieren. Auch andere Förderungen wie etwa das bereits erwähnte Nahversorgungsprogramm werden verstärkt auf Digitalisierungsprojekte ausgerichtet.“ So werden etwa Investitionen von Nahversorgungsbetrieben in digitale Medien mit bis zu 1.500 Euro gesondert unterstützt.

„Mit unserer Nahversorgerförderung von 1,7 Mio. Euro haben wir Investitionen von 8,8 Mio. Euro ausgelöst.“

Barbara Eibinger-Miedl
Wirtschaftslandesrätin


Große Erwartungen setzt Eibinger-Miedl auch auf den neuen Cluster für Technologie-, Innovations- und Micro Electronic, Silicon Alps. „Die Mikroelektronik ist ja ein Schlüsselsektor für die Digitalisierung. Wir setzen in diesem Bereich auf die Zusammenarbeit über Bundesländergrenzen hinweg. Unser 2016 gemeinsam mit Kärnten gegründeter Cluster ,Silicon Alps‘ hat mittlerweile über 80 Mitgliedsbetriebe und entwickelt sich sehr positiv.“ Zudem sei es gelungen, das Headquarter des neuen österreichweiten Spitzenforschungszentrums für Mikroelektronik namens „Silicon Austria Lab“ in die Steiermark zu holen. Das Zentrum wird heuer seine Arbeit aufnehmen. „Insgesamt werden in den nächsten fünf Jahren 280 Millionen Euro investiert, wovon 100 Millionen Euro direkt in die Steiermark fließen werden. Das bedeutet 200 direkte neue Arbeitsplätze in der Spitzenforschung für unser Bundesland“, betont Eibinger-Miedl.

Erfindergeist wachhalten

Auf ihre Vision befragt, wo sie die Steiermark im Jahr 2050 sieht und welche Wirtschaftsfelder dabei federführend sein werden, antwortet die Landesrätin: „Ich würde die Steiermark auch 2050 gerne so sehen, wie sie heute bereits ist: eine innovative Region mit hoher Lebensqualität, wunderbarer Landschaft und einer Vielfalt an großen, mittleren und kleinen Unternehmen, die sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Dafür ist es schon heute wichtig, den bestehenden Erfindergeist wachzuhalten.“

80 MIO. Euro für Landstraßen

Verkehrslandesrat Anton Lang hat für das Jahr 2018 rund 130 Bau- bzw. Sanierungsvorhaben im über 5.000 km langen steirischen Landesstraßennetz geplant. „Für Sanierungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen sind heuer 50 Mio. Euro, für Neubaumaßnahmen 30 Mio. Euro budgetiert. Diese Investitionen stärken die Wirtschaftsstandorte in den steirischen Regionen, sichern heimische Arbeitsplätze und sorgen für noch mehr Verkehrssicherheit“, betont Lang. ­Entsprechende Investitionen in das heimische Straßen­netz sind laut Lang für eine positive Weiterentwicklung des steirischen Wirtschafts- und Beschäftigungsstandortes unverzichtbar. „Bei möglichen Betriebsansiedelungen ist eine funktionierende Verkehrsanbindung schließlich ein entscheidender Faktor. Dazu kommt, dass durch die umfangreichen Bau- und Sanierungsarbeiten heimische Arbeitsplätze gesichert werden“, so der Verkehrslandesrat, der zu Jahresbeginn einen Auszug aus dem „80-Mio.-Paket“ präsentiert hat. 

 

Mehr Lebensqualität

Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer: „Mein Ziel ist es, die Lebensqualität für alle Steirerinnen und Steirer zu erhöhen. Unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder am Land wohnen. Das bedeutet für mich Arbeitsplätze, von denen man gut leben kann, die bestmögliche Gesundheitsversorgung und ausreichend Kinderbetreuungs- und Freizeitangebote. Dafür haben wir in den vergangenen Jahren ordentlich investiert und diesen Weg werden wir auch weitergehen. Wir bekommen einen neuen Notarzthubschrauber, der 24 Stunden einsatzbereit sein wird. Das ist ein entscheidender Schritt für die Sicherheit der Menschen. Die Steiermark hat als erstes Bundesland Österreichs ein Regionalentwicklungsgesetz bekommen. Dieses Gesetz stärkt unsere Regionen enorm und ermöglicht es, einen richtigen Turbo zu zünden. Der Weg stimmt, Betriebe siedeln sich an und es entstehen gut bezahlte Arbeitsplätze. In Kapfenberg entsteht das modernste Stahlwerk der Welt, mit dem Zentrum am Berg haben wir das innovativste Tunnelforschungszentrum weltweit. Und auch in den Regionen, die es in der Vergangenheit schwer hatten, wie etwa Voitsberg, haben wir mit den massiven Investitionen auf den ÖDK-Gründen die Trendwende vom Abbruch zum Aufbruch geschafft. Steiermarkweit laufen aktuell über 400 Projekte in der Regionalentwicklung und sie alle tragen dazu bei, die ­Steiermark lebenswerter zu machen. ­Gemeinsam mit allen Partnerinnen und Partnern werde ich weiterhin alles dafür geben, diesen Aufschwung fortzusetzen.“

 

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