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Form und Funktion

Moderne Erfinder mit dem Instinkt für Kommunikation: Industrial Designer wie Georg Wanker machen die inneren Werte eines Produkts sichtbar. Es gilt, die Produktsprache zu übersetzen.

 Text: Andrea Lackner, Foto: Oliver Wolf

 

Den Floh, Industrial Designer zu werden, hat ihm sein ehemaliger Werklehrer in den Kopf gesetzt. An der FH Joanneum hat er sein Handwerk erlernt und seit 2012 feilt er im eigenen Studio am Design von Alltagsgegenständen und Industrieobjekten. Denn, so Georg Wanker, in jedem Produkt steckt Design. Sein aktuelles ­Projekt: ein akkubetriebener ­Thermoschneider für thermoplastische Dämmstoffe.

Was macht einen Thermoschneider zum Designerstück?
Dass er als hochwertiges Werkzeug erkennbar ist. Das fängt bei der Material­auswahl an, reicht über den ergonomisch geformten Griff bis hin zur Klinge die leicht zu tauschen sein muss. Es geht im ­Industrial Design immer um Kommunikation: Was soll das jeweilige Produkt ausdrücken? Wie mache ich seine Eigenschaften sichtbar? Welche Zielgruppe ist anzusprechen?

D. h. Sie sind so etwas wie ein Übersetzer?
Ja, könnte man sagen. Denn wenn ich die Produktsprache gut in Form bringen kann, werden sich die Kunden letztlich für das Produkt entscheiden.

Ist auch Erfindergeist gefragt?
Ja, eine kleine Portion ist sicher nicht schlecht. Zu viel davon kann jedoch ­kontraproduktiv sein. Nämlich dann, wenn ich auf einmal selbst zum Produzenten werde und keine Zeit mehr habe, mich ums Design zu kümmern.

Sie haben vor vier Jahren Ihr Studio eröffnet. Ist man als EPU in der Branche besser aufgestellt als als ZPU?
Besser nicht unbedingt, aber in jedem Fall sehr gut. Der größte Vorteil für mich ist meine Unabhängigkeit. Ich muss Entscheidungen mit niemandem absprechen, kann mir die Arbeitszeit so einteilen, wie’s mir passt, und arbeite sicher effizienter, weil ich alleine im Büro bin.

Und der Austausch mit Kollegen?
Der ist sicher wichtig und fehlt einem, wenn man alleine arbeitet. Deshalb gibt’s bei mir auch einen zweiten Arbeitsplatz im Büro: für Projektpartner oder Praktikanten.

Eine fixe Expansion ist aber kein Thema?
Nein. Meine Unabhängigkeit ist mir heilig. Außerdem habe ich bereits in einem Unternehmen mit fixen Partnern gearbeitet. Wir hatten tolle Diskussionen, irgendwann war’s dann aber zu viel. Drei Häuptlinge, noch dazu alle vom gleichen Fach, und keine Indianer, das funktioniert leider nicht.

Der Kostenfaktor spielt für Sie keine Rolle?
Nein. Es gibt genug zu tun. Ich komme praktisch seit Jahren nicht dazu, meine Website zu aktualisieren.

Noch ein paar Tipps für Einsteiger …
Sich nicht ­unter seinem Wert verkaufen, aber bitte auch nicht arrogant auftreten und das Know-how der Auftraggeber ­unterschätzen. Das kommt nie gut an.

 

Georg Wanker
• Der gebürtige Villacher hat nach Abschluss der AHS den Studiengang Industrial Design an der Fachhochschule Joanneum in Graz absolviert.
• Von 2005 bis 2011 war er Partner im Studio „Edelweiß Industrial Design“ und hat 2012 sein eigenes Unternehmen „GWID – Georg Wanker Industrial Design“ gegründet.
• Seit 2007 unterrichtet er an der FH und lehrt Studenten des Studiengangs Industrial Design das CAD-Maschinenbauprogramm „Solidworks“.
www.wanker.cc

 

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