Online Ausgabe

Abonnement

Jahresabo
um € 20,00 

 

Schicken Sie eine E-Mail an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , ein Fax an 0316/84 12 12-709 oder bestellen Sie telefonisch unter 0316/84 12 12-0.

Sonderprodukt

Sonderprodukt:
LUST AUF STEIERMARK

Die schönsten Seiten der Steiermark gibt's hier!

Fehler
  • [sigplus] Kritischer Fehler: Es ist zwingend erforderlich, daß der Bildordner im relativen Pfad in Bezug zum Stammordner für Bilder liegt.

Pfannenhilfe für die gelben Engel

[sigplus] Kritischer Fehler: Es ist zwingend erforderlich, daß der Bildordner im relativen Pfad in Bezug zum Stammordner für Bilder liegt.

Kantinengespräch mit ÖAMTC-Steiermark-Geschäftsführer Paul Fernbach.

Text: Wolfgang Schober, Fotos: Oliver Wolf

 

Die gelben Engel lieben’s transparent. Eine offene Schauküche ist das Herzstück der Betriebsküche in der ÖAMTC Landeszentrale in Graz-Reininghaus, die vor einem Jahr eröffnet wurde. Küchenchef Patrick Spenger brät und brutzelt hier mit seinem Team feine Mittagsgerichte für die Belegschaft. Täglich stehen zwei Menüs – eines davon fleischlos – zur Auswahl, regionale und saisonale Küche steht im Fokus. Das Ambiente ist hell und freundlich. Runde, kommunikationsfreundliche Tische sind über den Raum verteilt, ein Salatbuffet spendet Knackfrisches. Dahinter die Schauküche mit den Herd-Heroen: den Pfannenhelfern für die Pannenhelfer.

Mittagessen in der Kantine – für den Chef ein tägliches Ritual?
Paul Fernbach: Fast täglich, denn hin und wieder lege ich auch eine Pause ein. Zum Wohle meiner Linie (lacht). Aber generell haben sowohl ich als auch unsere Mitarbeiter eine große Freude mit unserer Betriebsküche und nutzen sie dementsprechend. Ich sage bewusst „Betriebsküche“ und nicht Kantine. Küche steht für die Erlebniswelt unserer Großmütter und Mütter und heißt, jeden Tag frisch kochen für Menschen, die sich um einen Tisch versammeln. Wir wollen ja, dass die Menschen hier zusammenkommen, egal, ob von Büro, Werkstätte oder vom Pannendienst auf der Straße. Hier sitzen sie gemeinsam und genießen.

Essen Sie lieber allein oder in Gesellschaft?
Ich esse immer in einer Runde und nutze die Gelegenheit, um mit Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Was beschäftigt die Leute? Worum geht’s gerade? Stimmungen aufzufangen ist mir ganz wichtig. Die Mitarbeiter wissen: Das, was hier gesagt wird, wird auch nicht gegen sie verwendet. Das ist die Grundtugend unserer Organisation: der ehrliche Umgang miteinander. Voraussetzung dafür ist Vertrauen.

Die Küche – Sattmacher oder Ort der Begegnung?
Unsere Betriebsküche bietet ein Gemeinschaftserlebnis und fördert den Teamgeist in einem sehr angenehmen Rahmen. Gleichzeitig werden die Menschen gut – und auch gesund – satt. Unser Küchenchef achtet sehr auf eine ausgewogene Ernährung und frische, regionale Zutaten. Immer wieder stammen die Lebensmittel auch von unseren eigenen Leuten. Die Seeforelle für das Mittagessen heute kommt von einem Mitarbeiter, der nebenbei eine Fischzucht betreibt. Auch den Hirschbirnsaft hat ein Beschäftigter aus Pöllau mitgebracht, ebenso ist z. B. das Kernöl ein Mitbringsel aus eigener Produktion.

Wie würden Sie die Unternehmenskultur des ÖAMTC generell beschreiben?
Ehrlich, bemüht, fair und auf Dauer angelegt – das betrifft die Beziehung zu unseren Mitgliedern, aber auch das Verhältnis untereinander. Die Mitarbeiter-Fluktuation ist sehr gering. Wir bilden unseren Nachwuchs auch selbst aus, 18 Lehrlinge sind es derzeit, 360 Mitarbeiter sind beim ÖAMTC Steiermark beschäftigt. Diese zeichnen sich durch geradlinige, fachlich hochstehende Arbeit aus. Wir wollen keine Show abliefern, sondern unsere Kunden überzeugen – mit Freundlichkeit und Kompetenz! Und das bei jedem einzelnen Kontakt, was nicht immer leicht ist! Allein unser Callcenter hier in Graz wickelt pro Jahr 500.000 Telefongespräche ab, mehr als 100.000 Pickerl-Begutachtungen werden von uns jährlich erledigt.

{gallery}_2016mai_kantineFernbach{/gallery}

Haben sich die Heraus-forderung im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern geändert?
Die Bedürfnisse unserer Mitglieder sind weitgehend konstant geblieben. Die Herausforderungen für uns sind eher: Wie können wir mit dem aktuellen Mitarbeiterstand die Bedürfnisse der Mitglieder langfristig befriedigen? Wie wecken wir auch künftig Neugierde und die Bereitschaft, beste Arbeit abzuliefern, sich weiterzubilden etc.? Denn die Individualisierung der Gesellschaft macht auch vor unseren Mitarbeitern nicht Halt. So, wie man frühere Generationen mit Drill und Disziplin geführt hat, ist man heute gefordert, stark auf die eigenen Vorstellungen und Wünsche der einzelnen Mitarbeiter einzugehen. Das macht die Mitarbeiterführung zwar intensiver, aber unser Angebot auch bunter.

Betriebliche Gesundheits-förderung liegt im Trend. Abgesehen von gesundem Essen in der Betriebsküche – setzen Sie noch weitere Maßnahmen?
Wir bieten in unseren Räumlichkeiten jede Woche kostenlos eine Pilates-Einheit für unsere Mitarbeiter. Zudem unterstützen wir gemeinsam mit einer Versicherung Mitarbeiter, die eine Fitnesseinrichtung nutzen. Wir haben auch Vorträge und Veranstaltungen mit Physiotherapeuten, die Mitarbeitern Empfehlungen für deren tägliche Arbeit geben – etwa, wie sie möglichst rückenschonend einen Reifenwechsel ausführen und vieles mehr.

Kurzum: Ihre Bilanz nach einem Jahr in derneuen Zentrale?
Absolut positiv. Die Stimmungslage unserer Mannschaft ist in diesem Jahr sicherlich noch weiter gestiegen, die Arbeitsbedingungen sind mit denen davor nicht vergleichbar. Von den Geräten bis zu den Schulungsmöglichkeiten und der Betriebsküche: Früher waren wir 40 Jahre hinten, jetzt sind wir 10 Jahre voraus – daher blicken wir auch sehr positiv im Sinne unserer Mitglieder in die Zukunft.

Schwerpunkt Thema

Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im November: "History".

Partner

Ihr Partner für Webmarketing und -entwicklung, Netzwerklösungen, IT Security: