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Die beste Zutat: Vereinbarkeit

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Die Kantine im neuen Versorgungszentrum des LKH-Univ.-Klinikums Graz ist auf Fullpower ausgelegt.

Text: Daniela Müller, Fotos: Thomas Luef

3.800 Mittagessen werden pro Tag zubereitet, bis zu 4.700 sind möglich, pro Jahr werden 347.000 Eier, 240.000 Kilo Obst, 85.000 Kilo Salat, 23.000 Kilo Fisch verarbeitet, der Bio-Anteil liegt bei 10 Prozent, rund 40 Prozent der Lebensmittel kommen aus der Region. Die Speisen werden nach dem Cook-&-Chill-Verfahren hergestellt, also auf herkömmliche Art zubereitet und in 90 Minuten auf eine Temperatur von unter 4 Grad abgekühlt. So bleibt die Qualität bestehen und die Lagerung ist länger möglich. Unsere Gesprächspartnerin, die Leiterin des Personalmanagements der KAGes, Christina Grünauer-Leisenberger, ist Vegetarierin und wählt Salat für das Gespräch zum Thema Mitarbeitergesundheit.


Frau Grünauer-Leisen­berger, welchen Beitrag leistet die KAGes zur Gesundheit der Mitarbeiter?

Wir haben seit 2009 Programme laufen, die sich mit den verschiedenen Lebensphasen der Mitarbeiter und den daraus resultierenden Bedürfnissen beschäftigen. Darauf aufbauend haben wir unsere Maßnahmen ausgerichtet, etwa verschiedene Arbeitszeitmodelle für Teilzeitkräfte, meist Frauen, reduzierte Stundenmodelle für ältere Mitarbeiter, aber auch solche, die Mitarbeitern im Pensionsalter ermöglichen, weiterhin tätig zu sein. Kurz: Alles, was die Vereinbarkeit Beruf und Familie bzw. Freizeit erfordert.

Also statt Yogakurse ausgefeilte Programme zur Work-Life-Balance?

 Yogakurse und der Obstkorb alleine sind zu wenig nachhaltig, wobei wir auch einzelne Kurse anbieten – sehr gefragt sind etwa Seminare zur Stressreduktion. Aber letztlich braucht es in einem Unternehmen gute Rahmenbedingungen zum Arbeiten und Führungskräfte, die in einem täglichen Balanceakt für klare Arbeitsorganisationen, einen wertschätzenden Umgang sorgen und ein Ohr für die Sorgen und Nöte der Mitarbeiter haben. Wir schauen auch, dass wir in Beratungen viel abdecken, was das Thema Lebensqualität betrifft.

Mit dem Arbeitszeitengesetz für Spitalsärzte wurde langen Journaldiensten ein Riegel vorgeschoben. Viele Ärzte protestierten dagegen. Wie sieht es heute aus?

Spitalsärzte sind nun maximal 25 Stunden im Dienst, um 8 Uhr früh müssen sie nach Hause gehen. Die Gehaltseinbußen durch wegfallende Überstundenzuschläge wurden mit einer Gehaltsanpassung ausgeglichen. Bis 2021 soll sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden einpendeln.

Das bedeutet wohl auch mehr Personal?

Wir werden im Jahr 2017 seit Inkrafttre­tens des Gesetzes vor zwei Jahren rund 150 neue Ärzte aufgenommen haben.

Strebt die sprichwörtliche „Generation Y“ überhaupt sehr nach Karriere und damit verbunden höherem Arbeitseinsatz?

Es ist in der Tat so, dass bei der kommenden Generation der Job nicht alles ist. Auch für diese Gruppe haben wir unseren Maßnahmenkatalog geschärft: Weil die Zahl der Bewerber auf Turnusstellen stark zurückgegangen ist, haben wir uns die Bedürfnisse des medizinischen Nachwuchses genauer angesehen. Mit den neuen Maßnahmen ist die Bewerberzahl von 150 (2014) auf 292 im Vorjahr gestiegen. Die Herausforderungen bestehen nun oft darin, in den Arbeitsteams die verschiedenen Sichtweisen der aufeinandertreffenden Generationen in Einklang zu bringen.

Wie lässt sich Ihr Job mit zwei Kindern vereinbaren?

Meine Töchter sind fünf und elf, in meiner Funktion bin ich seit elf Jahren. Es gelingt, weil ich ein funktionierendes Netzwerk habe, bestehend aus Nachbarn und Babysittern, weil mich mein Ehemann unterstützt und ich die Möglichkeit zu Homeoffice habe.

Wenn ich richtig rechne, haben Sie Ihren Job fast zeitgleich mit Ihrer ersten Tochter bekommen?

Am 13. Jänner hatte ich das Hearing, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich den Job bekommen sollte, am 20. Jänner ist meine erste Tochter zur Welt gekommen. Es war eine sehr mutige Entscheidung meines Arbeitgebers. Schließlich konnte man – ich auch nicht – wissen, wie ich mit dem ersten Kind zurechtkommen werde.

Was ist Ihnen als Frau und Führungskraft wichtig?

Als Frau und Führungskraft muss ich genauso meine Leistungen erbringen. Für mich ist ein familienfreundliches Arbeitsklima wichtig, das Zufriedenheit und letztlich Loyalität zum Arbeitgeber schafft. Ich persönlich versuche, auf die Bedürfnisse meiner Mitarbeiter einzugehen. Wir haben immerhin eine Teilzeitquote von 30 Prozent in meiner Abteilung.

Bleibt Zeit für sich selbst?

Die muss man sich einteilen (lacht). Ich habe vor Kurzem mit Westernreiten begonnen, das macht mir viel Spaß.

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