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„Wir haben grosse Träume“

Johannes Hornig IV. hat 2012 den gleichnamigen Traditionsbetrieb übernommen und die Marke imagemäßig aufgemöbelt.

Text: Daniela Müller, Fotos: Thomas Luef

 

Das Ziel des 31-Jährigen: Die J. Hornig GmbH soll zur modernsten Kaffeemarke Österreichs werden. Dazu wurde kürzlich ein Shop in Wien eröffnet, bewusst nicht im 1. Bezirk, sondern beim Museumsquartier im 7., wo sich aktuell die „hippe Szene“ aufhält. Die Marke solle dort inklusive einer Schaurösterei „erlebbar“ gemacht werden, betont Johannes Hornig. Unter anderem als Zielgruppe hat er die unberechenbare „Generation Y“: die am besten ausgebildete Generation, digital gebildet und global denkend. Das Kantinengespräch findet in der Cafébar der Firmenzentrale in der Waagner-Biro-Straße statt, in der die Baristas ausgebildet werden. Chefbarista Engelbert Potisk ist gerade dabei, mit Milchschaum Zebras auf den Cappuccino zu zaubern.


Herr Hornig, können Sie das auch?

Zebras nicht. Aber wir alle hier absolvieren regelmäßig Barista-Kurse.


Welchen Kaffee trinken Sie am liebsten?

Derzeit unser neues Getränk Cold Brew. Ich praktiziere Intermittent Fasting und esse nur zwischen 13 und 21 Uhr. Cold Brew ist kalorienfrei und wirkt am Vormittag hungerstillend. Sonst: Espresso oder Verlängerter.


Was war die Initialzündung für den Markenrelaunch vor gut drei Jahren?

Es war einfach viel da – eine bekannte Marke, eine Firma, die in sich funktioniert und die seit 100 Jahren erfolgreich im Gastrobereich und Lebensmitteleinzelhandel Heißgetränke verkauft hat.Für mich stellte sich die Frage: Wie kann Bestehendes bestmöglich genutzt und zugleich auf Wachstum gebracht werden?


Und wie?

Wir haben große Träume und wollen Öster­reichs modernste Kaffeemarke werden. Die großen Mitbewerber sind stark im traditionellen Segment vertreten, im modernen finden sich vor allem italienische, aber keine österreichischen Marken. Noch dazu rösten wir an unserem Standort Graz mit dem Langzeitröstverfahren, das schon mein Urgroßvater praktiziert hat. Unsere Trommelröstung dauert bis zu 20 Minuten – im Vergleich zu den Industrierös­tungen von zwei Minuten. Wir renovieren gerade den Standort in Graz und haben im 7. Wiener Gemeindebezirk einen Shop eröffnet.


Warum nicht in Graz?

Wir schließen das nicht aus. Aktuell renovieren wir am Standort Waagner-Biro-Straße und werden auch hier Schritt für Schritt in diese neue Richtung gehen. Der Shop in Wien entstand aus einem profanen Grund: Unser Bekanntheitsgrad im Süden liegt bei 85 Prozent, österreichweit bei nur 40 Prozent.

Der Eiskaffee Cold Brew ist Teil des großen Marken­relaunches von Hornig. Johannes Hornig möchte, dass er neben Produkten wie Fritz Kola in die Riege der Kultgetränke aufsteigt.


Think big – ist das Ihr Motto?

Ich informiere mich gerne und viel, was auf der Welt los ist, lese internationale Berichte, durfte in England meinen Master machen und meine Freundin ist halb Amerikanerin, halb Französin. Das alles hilft für breitere Zugänge zu vielen Themen oder neue Blickwinkel.


Wie haben Ihre Eltern auf die neue Unternehmensstrategie reagiert?

Sie sind sehr stolz, dass es so weiterläuft. Wir wachsen sehr stark. Im Vorjahr hatten wir ein Umsatzplus von 15 Prozent, die Jahre zuvor im Schnitt zehn Prozent.


Welchen Marktanteil hat J. Hornig?

Im Gastrobereich sind wir die Nr. 2 (nach Julius Meinl, Anmerkung), im Lebensmitteleinzelhandel im Süden sind wir mit unserer „roten Marke“ Marktführer. Wir wachsen stark mit unserer Kilogramm-Packung Caffè Crema und Caffè Crema Intenso sowie mit Cold Brew.


Wissen Sie, woher Ihre Kaffeebohnen stammen?

Bei unseren Spezialitätenkaffees wissen wir das. Von unseren Kaffeebauern bekommen wir auch den Input, um zu maximalen Ergebnissen beim Rösten zu kommen. Mit diesen Lieferanten arbeiten wir übrigens im Direct-Trade-Verfahren.


Wie viele Tonnen werden pro Jahr in Graz geröstet?

Als ich das Unternehmen übernommen habe, waren es 1.100 Tonnen, jetzt sind es 2.000 Tonnen.


Wollen Sie uns Ihren Umsatz verraten?

Aktuell liegen wir bei 16,8 Mio. Euro – 11 Mio. waren es noch vor fünf Jahren. Wir beschäftigen 75 Mitarbeiter, 38 waren es vor fünf Jahren.


Was sind Ihre weiteren Wachstumspläne?

Wir befinden uns auf einem Markt, auf dem man mit einem bis zwei Prozent Wachstum pro Jahr schon zufrieden sein muss. Unsere bisherigen 10 Prozent Wachstum sind mit Fokus rein auf den Süden nicht möglich. Da ist der „Goldene Apfel“ Wien für uns sehr spannend.

 

 

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