Online Ausgabe

>> Jetzt lesen …

Abonnement

Jahresabo
um € 20,00 

 

Schicken Sie eine E-Mail an:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , ein Fax an 0316/84 12 12-709 oder bestellen Sie telefonisch unter 0316/84 12 12-0.

Sonderprodukt

Sonderprodukt:
LUST AUF STEIERMARK

Die schönsten Seiten der Steiermark gibt's hier!

Fehler
  • [sigplus] Kritischer Fehler: Es ist zwingend erforderlich, daß der Bildordner im relativen Pfad in Bezug zum Stammordner für Bilder liegt.

GREEN VISIONS & ÖKO-INNOVATIONEN

[sigplus] Kritischer Fehler: Es ist zwingend erforderlich, daß der Bildordner im relativen Pfad in Bezug zum Stammordner für Bilder liegt.

Innovationen für den Weltmarkt, Investitionen für grüne Renditen und Anlagen als „Win-Wind-Situation“: Steirische Firmen und Unternehmer sind Taktgeber im Bereich Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Der BUSINESS Monat bringt eine Best-Practise-Auswahl in Green.

Text: Wolfgang Schober, Fotos: Croce & Wir, Foto Fischer, Fotolia, PHOTO HOLAN-ROMA/VIENNA, Andritz AG/Lars Behrendt, Christian Freydl, voestalpine/Hartwig Zögl, Sissi Furgler, Harald Eisenberger, Erwin Scheriau, beigestellt

 

{gallery}_2015sept_green/energie-stmk.jpg{/gallery}

Energie Steiermark
www.e-steiermark.com

Eine Win-Wind-Situation

„Volle Windkraft voraus“ heißt es derzeit bei der ­Energie Steiermark. Drei Windräder auf der Freiländeralm versorgen derzeit bereits rund 3.500  Haushalte in der Steiermark mit grünem Strom – erzeugt von Hochleistungs-Windrädern mit einer Höhe von 150 Metern. Doch das war erst der Anfang: Schon Ende 2015 will der steirische Energiekonzern einen weiteren Windpark mit 13 Windrädern auf der steirischen Handalm nördlich der Weinebene errichten. Der Vorteil für die Region ist groß: Noch weitere 21.000 steirische Haushalte könnten mit grünem Strom von heimischen Almen versorgt werden. Dies bedeutet insgesamt eine jährliche CO2-Einsparung von rund 52.000  Tonnen. „Wir setzen mit diesen beiden Projekten ein gemeinsames Zeichen für nachhaltige Energieversorgung in der Steiermark“, so Vorstandssprecher Christian Purrer. Buchstäblich zur Win-Wind-Situation wird die Investition aber vor allem durch die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung. Kunden der Energie Steiermark können sich mit einer Einlage von 500 bis 3.000  Euro beteiligen – es winkt eine jährliche Rendite von 3,3  Prozent. Um den Bau so ökologisch wie möglich zu gestalten, sind auch bereits rund 30  Tierschutzmaßnahmen, wie Versteckplätze für heimische Wildtiere, getroffen worden.

{gallery}_2015sept_green/muenzer.jpg{/gallery}

Bioindustrie Münzer

www.muenzer.at

Heimlicher Bio-Diesel-Europameister

Wer den Kraftstoff Biodiesel aufgrund der Teller-Tank-Diskussion am absteigenden Ast wähnte, irrt gewaltig. Leuchtendes Beispiel, wie sich ökologische und ökonomische Ziele vereinbaren lassen, ist das in Sinabelkirchen ansässige Familienunternehmen Münzer. Mit einer Produktionskapazität von mehr als 200.000 Tonnen Biodiesel pro Jahr ist das Unternehmen mittlerweile die Nummer acht unter den europäischen Produzenten. Besonders hoch ist der Anteil an abfallbasierten Rohstoffen für die Kraftstofferzeugung: Seit Jahren hat Münzer ein österreichweites Sammelsystem für Altspeiseöle samt eigener Fettaufbereitung in Betrieb. Im Bereich Verwendung abfallbasierten Rohstoffs für die Erzeugung von Biodiesel ist das Unternehmen damit sogar die Nummer eins in Europa. Produziert wird neben einer Anlage im Wiener Ölhafen Lobau seit Kurzem auch in Gaishorn am See in der Obersteiermark. „Dort haben wir eine bestehende Anlage übernommen, runderneuert und fahren nun mit voller Kapazität. 30 Arbeitsplätze konnten gesichert werden“, freut sich Geschäftsführer Ewald-Marco Münzer. 

{gallery}_2015sept_green/unser-kraftwerk.jpg{/gallery}

Unser Kraftwerk
www.unserkraftwerk.at

Rendite mit der Kraft der Sonne

Deutlich über acht Millionen kWh Strom erzeugen die Photovoltaikkraftwerke des Unternehmens „Unser Kraftwerk“ in diesem Jahr. Das Kärntner Unternehmen ist damit der größte private Betreiber von Sonnenkraftwerken mit Bürgerbeteiligung. „Anleger aus ganz Österreich können sich an den Sonnenkraftwerken beteiligen und so von einer garantierten jährlichen Rendite von drei Prozent profieren“, erklärt Geschäftsführer Günter Grabner, ein gebürtiger Steirer. Zahlreiche Großprojekte wurden in letzten Jahren umgesetzt, darunter mit dem Kraftwerk Wildkogel in Salzburg (Foto) das höchste, kommerziell genutzte Photovoltaikkraftwerk Österreichs. Mehrere Projekte befinden sich derzeit in Umsetzung. Soeben fertiggestellt wurde das Sonnenkraftwerk Villach-Lagermax  2, demnächst geht das Kraftwerk Sebersdorf in der Oststeiermark in Betrieb.

{gallery}_2015sept_green/andritz.jpg{/gallery}

Andritz AG
www.andritz.com

Know-how für „grünes“ Zellstoffwerk in Finnland

Ein echer Großauftrag für das Grazer Technologieunternehmen Andritz AG, auch im ökologischen Sinn. 100 Mio. Euro beträgt der Auftragswert für Technologie, die der steirische Konzern für die Errichtung eines neuen Zellstoffwerks der Firma Metsä Fibre im finnischen Äänekoski liefern soll. Die neue Zellstofffabrik stellt eine neue Generation von Bioproduktanlagen in der Zellstoffindustrie dar, die zusätzlich zur Produktion hochqualitativen Zellstoffs das Rohmaterial Holz in Biostoffe und Bioenergie umwandeln kann. Fossile Brennstoffe müssen nicht eingesetzt werden, da der gesamte Energiebedarf aus Holz abgedeckt wird. Der Bau dieses neuen Zellstoffwerks ist die größte jemals getätigte Investition in der finnischen Forstindustrie.

{gallery}_2015sept_green/saubermacher.jpg{/gallery}

Saubermacher
www.saubermacher.at

Österreichs erste Zero-Waste-Anlage

Intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten gingen voraus, ehe in diesem Frühjahr der Startschuss für die erste abwasserfreie Aufbereitungsanlage für industrielle Abwässer fallen konnte. Insgesamt 6,5 Millionen Euro investierte die Firma Saubermacher in diese PB-Anlage (Physikalisch-Biologische Aufbereitungsanlage), die verunreinigte Industrieabwässer und flüssige Abfallstoffe in sogenanntes Brauchwasser, also Wasser zum Waschen von Fahrzeugen, zur Bewässerung oder für WC-Spülungen, verwandelt. „Diese Aufbereitungsanlage ist einzigartig in Europa und für Saubermacher ein Meilenstein auf dem Weg zur abfallfreien Kreislaufwirtschaft“, freut sich Vorstandsmitglied Ralf Mittermayr, der dabei auch auf die Leitidee von „Zero Waste“ verweist. „Gemäß den Unternehmenswerten, Verantwortung für Mensch und Umwelt zu übernehmen, sehen wir es als unsere Aufgabe, Reststoffe wieder in den Stoffkreislauf zu bringen. Dabei folgen wir der Grundidee, Abfall mittels einer professionellen, innovativen Aufbereitung zu einer wertvollen Ressource als Material- oder Energiequelle zu machen.“

{gallery}_2015sept_green/komptech.jpg{/gallery}

Komptech
www.komptech.com

Öko-Innovation für den Weltmarkt

Eine spektakuläre Öko-Innovation gelang in diesem Jahr dem steirischen Umwelttechnik-Spezialisten Komptech. Der neue „Hurrifex“ des Innovationsführers aus Frohnleiten vereint Steinseparator und Windsichter in nur einer Maschine. Steine, Inertstoffe und Leichtstoffe können nun in einem einzigen Arbeitsschritt aus den unterschiedlichsten Stoffströmen mit hoher Trenngenauigkeit und Wirtschaftlichkeit entfernt werden. Damit wird das Unternehmen seinem Credo als Partner der Abfallwirtschaft gerecht: aus Abfällen wieder Wertstoffe zu machen. Ein Forschungsschwerpunkt bei Komptech liegt seit Jahren in der Entwicklung praxistauglicher Maschinen, die unter Nutzung verschiedenster physikalischer Trennprinzipien völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Dies ist nun auch mit der Entwicklung des Hurrifex – er soll weltweit vermarktet werden – gelungen. 

{gallery}_2015sept_green/voest.jpg{/gallery}

voestalpine AG
www.voestalpine.com

Green Steel: Innovationen und Investitionen

Luftreinhaltung, Wasserwirtschaft, Energieeffizienz, Lärm sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft – der voestalpine-Konzern setzt mit seinen zahlreichen steirischen Standorten seit Jahren Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltstandards. Österreichweit lagen die Umweltinvestitionen des-Konzerns im Geschäftsjahr 2014/15 bei rund 43 Mio. Euro, in den vergangenen zehn Jahren wurden insgesamt 2,5 Mrd. Euro in diesen Bereich investiert. „Die Einsparpotenziale durch den Einsatz von Stahl sind höher als die Emissionen aus der Stahlerzeugung selbst“, betont Konzernsprecher Peter Felsbach. „Eine Vielzahl höchstentwickelter Stahlqualitäten ist maßgeblich an der Verbesserung der Klima- und Ressourcensituation im Alltag beteiligt.“ Beispiele dafür finden sich in der Energieeffizienz bzw. erneuerbaren Energiequellen (Wind, Solarthermie, Photovoltaik, Wasserkraftwerke), in der Mobilität und in der Ressourceneffizienz wieder. Zahlreich sind auch die Beispiele steirischer Stahl-Innovationen zur Energie- und Ressourceneinsparung: Sie reichen von der energieeffizienten Wärmebehandlungstechnologie für Schienen über den Einsatz gewichtsreduzierender Materialien in der Luftfahrt bis zur Abwärmenutzung der Hochöfen in Donawitz.

{gallery}_2015sept_green/goess.jpg{/gallery}

Brauerei Göss
www.goesser.at

Erste „Grüne“ Bier-Brauerei der Welt

Ein Bier-„Bio“nier aus der Steiermark: Schon bisher wurden 40  Prozent des Wärmebedarfs der Brauerei Göss aus der Abwärme des benachbarten Holzverarbeitungsbetriebs gedeckt, auch eine Solaranlage ist im Einsatz – nun wird ein weiterer, weltweit einzigartiger Meilenstein gesetzt: Ab der Eröffnung der neuen Biertrebervergärungsanlage Ende Oktober wird in Göss nämlich 100 Prozent CO2-neutral produziert. „Unser Ziel war immer die Umwandlung der Brauerei Göss in einen gänzlich CO2-neutralen Betrieb – dieses Ziel wird nun mit der Biertrebervergärungsanlage erreicht“, freut sich Andreas Werner, Braumeister von Göss. Mit der innovativen Vergärungsanlage wird künftig fossiles Erdgas ersetzt.  

{gallery}_2015sept_green/energie-agentur.jpg{/gallery}

Energie Agentur Steiermark
www.lev.at

Kommunales Effizienz-Upgrade

Ob Planung und Umsetzung von Sanierungsvorhaben, die Auswahl von Baustoffen oder die Bewertung von Siedlungskonzepten aus energetischer Sicht – die Experten der Energie Agentur Steiermark unterstützen Gemeinden in einem aktuellen Schwerpunkt bei deren Weg Richtung höherer Energieeffizienz und Ressourcenschonung. „Die Energie Agentur Steiermark GmbH versteht sich als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik, Forschung, Energieversorgern und Energiekonsumenten und sieht sich als unabhängiger Think Tank für Energiepolitik und Erneuerbare Energien vor allem für die Steiermark, aber auch auf Bundes- und EU-Ebene“, erklärt Geschäftsführerin Sybille Kuske. „Daher wollen wir auch den Gemeinden eine echte Unterstützung auf ihrem Weg in eine umweltverträgliche Energiezukunft sein!“

{gallery}_2015sept_green/oeko-solar.jpg{/gallery}

Ökosolar
www.oekosolar.com

Erneuerbares Full-Service

Zu einem Vollversorger in Sachen Erneuerbarer Energie entwickelte sich zuletzt das in Zeltweg angesiedelte Unternehmen Ökosolar. Das Team rund um Geschäftsführer Bernd Lippacher plant und errichtet seit Jahren Photovoltaik-Anlagen sowohl für Eigenheime als auch im Bereich von Großanlagen, darunter Aufsehen erregende Großprojekte wie die PV-Anlage am Gelände des Cargo Centers Werndorf – zur Zeit ihrer Errichtung vor zwei Jahren mit einer Leistung von 2,2  MW die größte Anlage Österreichs. Mit der Entwicklung des „Power Storage“, einer kostengünstigen Batterie für Strom aus Photovoltaikanlagen, gelang ein weiterer Meilenstein. Derzeit gilt der Fokus der nächsten Stufen der E-Wertschöfpungskette: Lippacher erprobt zukunftsweisende Konzepte der E-Mobility.

{gallery}_2015sept_green/mhs.jpg{/gallery}

mhs GmbH
www.mhs.at

Ein „Ufo“ macht das Wasser klar

Die Stainzer Firma mhs GmbH ist ein Produktions- und Innovationsbetrieb, der sich aus einem Installationsunternehmen entwickelt hat. Ihr Schwerpunkt liegt darin, Probleme in der Installationstechnik zu minimieren bzw. auszuschalten. Für eines dieser Probleme hat Firmengründer Alois Mochart nun eine Lösung entwickelt. Es handelt sich um eine innovative Form des Wassertransports durch Häuser und Wohnräume. „Durch die herkömmliche Art der Installation werden viele Leitungen und Wasserauslässe oft viele Tage nicht gespült, wodurch sich Bakterien wie Legionellen ansammeln können“; erkärt Mochart. „Durch unser neuartiges System des Wassertransports, das das Wasser aktiv hält, wird dies verhindert.“

{gallery}_2015sept_green/energie-graz.jpg{/gallery}

Energie Graz

www.energie-graz.at

Eine Eishalle, die Wärme erzeugt

Voll auf Fernwärme – als saubere, ganzjährig verfügbare Wärme – setzt die Energie Graz. Das Unternehmen plant, sein Fernwärmenetz weiter auszubauen – so auch in Graz Liebenau. Die Eishalle in Graz Liebenau wird in diesem Jahr generalsaniert. Im Zuge dieser Modernisierung wird unter anderem die Wärme- und Kälteversorgung erneuert. Im Sinne der Ressourcenschonung wurde ein Konzept zur Abwärmenutzung aus den Kältemaschinen entwickelt. Rückgewonnene Wärme wird gebäudeintern genutzt und Überschüsse können in das Fernwärmenetz eingespeist werden. Damit dies umsetzbar ist, wird von der Energie Graz am Zoisweg ein Leitungssystem errichtet, durch das Fernwärme geliefert und Abwärme rückeingespeist werden kann.

{gallery}_2015sept_green/lidl.jpg{/gallery}

Lidl Österreich
www.lidl.at

Nachhaltiges Logistik-Zentrum

Eines der modernsten und nachhaltigsten Logistikzentren Europas nimmt mit November 2015 in Wundschuh südlich von Graz seinen Betrieb auf: Lidl Österreich investiert gerade 60 Millionen Euro in sein drittes Logistikzentrum in Österreich. Das hochtechnisierte Lager wird nach modernsten Umweltstandards errichtet: Bei der Beleuchtung setzt Lidl auf stromsparende LED-Lampen. Für die Kühlung werden ausschließlich natürliche Kältemittel eingesetzt, entstehende Abwärme wird für das Heizen genutzt. Somit ist der gesamte Bau frei von umweltschädlichen fluorierten Treibhausgasen. Zusätzlich wird auf dem Dach des Lagers, das eine Zertifizierung nach dem ÖGNI-Standard in Gold erreicht, eine rund 5.000  Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage installiert.

Schwerpunkt Thema

Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im November: "History".

Partner

Ihr Partner für Webmarketing und -entwicklung, Netzwerklösungen, IT Security: