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LUST AUF STEIERMARK


Die schönsten Seiten der Steiermark gibt's hier!

Gegen die Regulierungs(toll)wut!

Der Gastkommentar im BUSINESS Monat mit Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark.

Foto: Stuhlhofer/Wolf

 

Man kann es drehen und wenden, wie man will – als selbstständiger Unternehmer sein Geld zu verdienen ist wahrscheinlich die abwechslungsreichste Form der beruflichen Aktivität. Man ist für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für sich selbst verantwortlich, Entscheidungen sind zu treffen, hinter denen man auch stehen muss, und für Kunden und Partner muss auch in der größten Hektik Zeit für ein Gespräch bleiben. Ich hatte das Glück, in eine Unternehmerfamilie hineingeboren worden zu sein. Unternehmerisches Denken und Handeln habe ich von klein auf gelernt, war doch die Werkstatt des elterlichen Betriebs quasi mein Spielzimmer. Das allein reicht aber nicht aus. Denn man mag vielleicht zum Unternehmer geboren sein, trotzdem kommt man nicht als Chef auf die Welt. Der Wille zu lernen, etwas zu können und mit Leidenschaft auszuüben muss vorhanden sein, denn erst dann lässt sich ein Produkt oder eine Dienstleistung auch verkaufen.

In der Steiermark erleben wir seit Jahren einen regelrechten Boom an Gründungen. Als Wirtschaftskammerpräsident freut mich das natürlich, wiewohl ich sehr genau weiß, dass es unterschiedliche Motive für eine Gründung gibt und die Selbstverwirklichung nicht immer an oberster Stelle steht. Doch ist man erst einmal sein eigener Chef geworden, dann entfacht sich recht schnell ein besonderes Feuer: Der Unternehmergeist tritt auf den Plan! Damit ausgestattet, lassen sich große Mengen unternehmerischer Energie freisetzen. Menschen sprudeln über vor Ideen, sind in ihrer Begeisterung kaum zu bremsen und das Wichtigste: Sie wollen etwas leisten, das über einen bloßen „Job“ hinausgeht.

Genau diesen Unternehmergeist, den unternehmerischen Spirit, meinen wir auch, wenn wir davon sprechen, die Steiermark unternehmerischer zu machen. Wer dem mutwillig unzumutbare Grenzen setzt, Hindernisse in den Weg legt, wer den Unternehmergeist an die Leine legen und daraus einen braven Mitläufer machen will, der ist indirekt dafür mit verantwortlich, dass unser Wirtschaftsstandort allmählich nicht mehr das Image hat, das er eigentlich verdient. Ich kann nur eindringlich vor dieser umsichgreifenden Regulierungs(toll)-wut warnen – sie schadet uns mehr, als wir uns das jetzt vielleicht vorstellen können! Der Abbau dieser bürokratischen Hürden ist daher auch eines der wesentlichen Ziele unserer Arbeit als Interessenvertreter. Und dann geht es natürlich auch noch um das Image des Unternehmers, der Unternehmerin und um das gesellschaftliche Klima, das dieses Image prägt. Für uns ist die Sache klar: Wir wollen ein gesellschaftliches Klima mitgestalten, in dem unternehmerische Tätigkeit ehrlich respektiert und nicht bloß geduldet wird. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die Arbeit als zentralen menschlichen Wert und nicht als Kollateralschaden der Freizeit begreift. Und wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der erfolgreiche Unternehmen wieder mit einem wertschätzenden und nicht abschätzigen Blick betrachtet werden: Denn Erfolg und Anerkennung sind Ergebnisse von Arbeit und Leistung, nicht von Packelei und zweifelhaften Praktiken.

Schwerpunkt Thema

Ab jetzt steht der "BUSINESS Monat" nun jedes Mal unter einem umfassenden Schwerpunkt-Thema. Im September: "Zukunft".

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